Weitere Nachhaltigkeitsthemen
Regionale Versorgung mit Finanzdienstleistungen
Mit ihren zehn Regionalsitzen und über 30 Filialen ist die GKB im ganzen Kanton Graubünden präsent. Die nächste Filiale bzw. der nächste Sitz ist für alle Einwohnerinnen und Einwohner in der Regel innerhalb einer Stunde erreichbar. Mit ihren benutzerfreundlichen digitalen Services sowie einem hybriden Ansatz aus lokaler persönlicher Beratung und ergänzenden digitalen Angeboten ermöglicht die GKB allen Kundengruppen – unabhängig von Alter, Wohnort oder technischer Erfahrung – den uneingeschränkten Zugang zu ihrer gesamten Produkt- und Dienstleistungspalette.
Die GKB trägt der sprachlichen und kulturellen Vielfalt Graubündens Rechnung, indem sie in ihren Geschäftsstellen hauptsächlich Mitarbeitende beschäftigt, die sprachlich und familiär in der jeweiligen Region verankert sind. Die Beratung erfolgt je nach Kundenwunsch in einer der drei offiziellen oder in weiteren Sprachen – Deutsch, Italienisch, Romanisch oder gegebenenfalls Englisch. Durch ihre regionale Kreditvergabe und mit ihren spezifischen Finanzierungslösungen für KMU, Landwirtschafts- und Tourismusbetriebe trägt die GKB zudem zur wirtschaftlichen Stabilität und Resilienz der Regionen bei. Mit ihrem Zentrum für Tourismusfinanzierung ist die GKB eine wichtige Partnerin für eine der zentralen Branchen des Kantons.
In ihrer Geschäftstätigkeit achtet die Bank auf eine faire, transparente und verantwortungsvolle Preis- und Kreditgestaltung. Mit ihrer Herangehensweise gewährleistet die Bank einen einfachen, gleichberechtigten und persönlichen Zugang zu Finanzdienstleistungen und -produkten in allen Regionen des Kantons.
Die GKB fördert die finanzielle Inklusion durch gezielte Angebote für unterschiedliche Kundengruppen, darunter Jugendliche, Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung (Procap Grischun). Mit Schulungs- und Informationsangeboten stärkt die Bank die Finanzkompetenz ihrer Kundinnen und Kunden und unterstützt sie im verantwortungsvollen Umgang mit Finanzthemen.
Die GKB bietet mit GKB Gioia Kids ein kostenloses Bankpaket für Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren an. Es unterstützt die Kinder dabei, sich selbstständig um ihr eigenes Geld zu kümmern und den richtigen Umgang damit zu erlernen. Um mit der Entwicklung der Digitalisierung Schritt zu halten, bietet die GKB speziell für Seniorinnen und Senioren ausserdem vielfältige Unterstützung, Beratung und Dienstleistungen rund um das tägliche Bankgeschäft an. Zudem besteht eine Partnerschaft mit der Organisation Pro Senectute, mit der regelmässig gemeinsame Kurse und Impulsreferate veranstaltet werden.
Gemeinsam mit den anderen Kantonalbanken engagiert sich die GKB für die finanzielle Allgemeinbildung junger Menschen in der Schweiz. Mit FinanceMission an Schulen, mit jugendbudget.ch im Elternhaus und mit MoneyHaxx im Umfeld von Jugendlichen sollen das Budgetieren, das Priorisieren von Ausgaben und das Sparen gefördert werden. Zudem tragen die nationalen Kampagnen des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) zum Thema Finanzkompetenz dazu bei, die Kantonalbanken und ihr Engagement in diesem Bereich in der breiten Bevölkerung bekannter zu machen. Mit der im Jahr 2024 lancierten Bildungsinitiative der Kantonalbanken und der gemeinsam getragenen Anlagelösung fördern sie darüber hinaus die Bildung von Kindern und Jugendlichen weltweit.
Lokales Engagement und lokale Partnerschaften in Bezug auf Kultur, Sport, Soziales und lokale Wirtschaft
Die GKB unterstreicht ihre gesellschaftliche Verantwortung als führendes Unternehmen und wichtige Arbeitgeberin im Kanton durch die Unterstützung von lokalen Projekten. Über die letzten 20 Jahre hinweg wurden über CHF 50 Mio. für rund 10'000 Projekte bereitgestellt. Dies unterstreicht das kontinuierliche Engagement der Bank für die Förderung von Initiativen, die das kulturelle, sportliche, soziale und gesellschaftliche Leben im Kanton Graubünden bereichern.
Besondere Akzente setzt die GKB bei der Unterstützung der Erhaltung und Förderung von Kultur und Tradition im Kanton Graubünden, insbesondere im romanischen und italienischen Kontext. Dies spiegelt sich in zahlreichen unterstützten Projekten wider, die dazu beitragen, die Vielfalt und die Einzigartigkeit der regionalen Kultur zu bewahren. Im Jahr 2025 setzte die GKB diese Tradition fort, indem sie 648 Projekte mit CHF 3.35 Mio. unterstützte. In der Region Chur und im Zusammenhang mit kantonalen Vorhaben wurden 38% der gesprochenen Mittel verwendet. Die restlichen 62% verteilten sich auf die verschiedenen Regionen Graubündens (siehe Grafik).
Die Bewältigung ausserordentlicher Naturereignisse wird separat durch den GKB Engagement-Fonds unterstützt. Im Berichtsjahr 2025 wurde eine finanzielle Soforthilfe über CHF 50’000 für die Unwetterschäden in der Gemeinde Blatten im Wallis bereitgestellt.
Langjährige Partnerschaften
Mit ihren langjährigen Sponsoring-Partnern – zum Beispiel dem Hockey Club Davos (HCD), dem Open Air Lumnezia, den GKB SPORTKIDS, der GKB HOCKEYSCHULE sowie dem Zauberwald auf der Lenzerheide und dem SunIce Festival – will die Bank auch in Zukunft gemeinsam noch mehr für den Kanton erreichen. Dafür setzt die GKB jedes Jahr rund CHF 1 Mio. ein.
Kulturelle Partnerschaften, die seit Jahren von der GKB unterstützt werden, bestehen mit der Kulturinstitution Origen, dem Kunstmuseum Chur, der Kammerphilharmonie Graubünden und dem Theater Chur. Auch engagiert sich die Bank seit rund 20 Jahren beim Wirtschaftsforum Graubünden und sie ist seit Jahren Hauptsponsorin des jährlichen Anlasses Agrischa – Erlebnis Landwirtschaft. Diese Partnerschaften bestehen mehrheitlich seit Lancierung der Organisationen bzw. Institutionen. Insgesamt stellt die Bank über CHF 500'000 für diese Partnerschaften jährlich zur Verfügung.
Des Weiteren fördert der GKB Engagement-Fonds sozial Benachteiligte in Graubünden. Gemeinsam mit ihrer Kundschaft und der Öffentlichkeit unterstützte die GKB im Jahr 2025 mit ihrer Weihnachtsaktion Kinder aus sozial schwachen Familien.
Nationaler Zukunftstag
Der nationale Zukunftstag, der jedes Jahr in der Schweiz stattfindet, gibt Schülerinnen und Schülern der 5. bis 7. Klasse die Chance, verschiedene Berufe kennenzulernen. Die GKB bietet am Zukunftstag ein spezielles Programm mit Aktivitäten an, um den Teilnehmenden einen Einblick in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Am 13. November 2025 nutzten 40 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihren Zukunftstag bei der GKB zu verbringen.
Kunst – und was diese bewirken kann
Die Kunstsammlung der GKB umfasst inzwischen rund 1'700 Werke. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst von lebenden Künstlerinnen und Künstlern mit einem Bezug zu Graubünden. Im Mittelpunkt stehen die Förderung der Kunstschaffenden und die Unterstützung der Weiterentwicklung ihres kreativen Schaffens. Die Ankäufe erfolgen oft über lokale Galerien, um auch deren Arbeit zu stärken.
Die Kunstwerke der Sammlung schmücken Empfangshallen, Besprechungszimmer und Büros. Gleichzeitig erfüllen sie eine wichtige Rolle als Kommunikationsmedium: Kunst regt Gespräche an und fördert den Austausch – sowohl innerhalb der Bank als auch mit Kundinnen und Kunden. Darüber hinaus ist Kunst ein Ausdruck von Vielfalt und neuen Perspektiven. Eine offene Auseinandersetzung mit Kunst kann inspirieren, die eigene Kreativität anregen und neue Sichtweisen eröffnen.
Die GKB setzt sich zudem dafür ein, Kunst in der Öffentlichkeit zu zeigen und erlebbar zu machen. Mit «il vent nus porta» (der Wind trägt uns) hat Urs Cavelti ein Werk geschaffen, das Leichtigkeit und Wandel spürbar macht. Die sieben Meter hohe Skulptur aus gebogenem Metall steht seit Ende Juli 2025 vor dem GKB Gebäude an der Engadinstrasse in Chur. Die fliessenden Linien des Kunstwerks erinnern an vorbeiziehende Wolken und an die Schönheit flüchtiger Momente.
Freiwilligenarbeit
Nachhaltigkeit, gelebte Verantwortung und der Einsatz für die Allgemeinheit stehen im Mittelpunkt der Freiwilligenarbeit, welche die GKB zusammen mit verschiedenen Institutionen im Kanton leistet. Alle Mitarbeitenden der GKB haben die Möglichkeit, jedes Jahr während eines Arbeitstages ehrenamtlich tätig zu sein. Ob im Team bei einem selbst organisierten Anlass oder als Einzelperson bei einem ausgeschriebenen oder privaten Einsatz: Jedes Engagement zählt. Gemeinsam mit verschiedenen Institutionen und Vereinen im Kanton setzt sich die GKB für bedeutende Anliegen ein und leistet so einen wertvollen Beitrag, der über das Finanzwesen hinausgeht. Zu den ehrenamtlichen Einsätzen gehören zum Beispiel die Mithilfe bei diversen Anlässen für Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Pflegezentren in der Region, Handykurse mit Procap Grischun oder die Unterstützung an den Tanznachmittagen der Alzheimervereinigung. Darüber hinaus leisten die Mitarbeitenden der GKB Einsätze bei ARBES Rothenbrunnen und helfen beim Sommerspass von insieme Cerebral mit. Auch Einsätze in der Natur gehören zur Freiwilligenarbeit – zum Beispiel die Teilnahme am Clean-up-Day Diavolezza oder an WWF-Natureinsätzen in Graubünden.
Betriebsökologie und nachhaltiges Beschaffungswesen
Die GKB will mit konsequentem betrieblichem Nachhaltigkeitsmanagement ihren ökologischen Fussabdruck unter gleichzeitiger Beachtung ökonomischer Kriterien kontinuierlich reduzieren. Weitere Informationen zur Betriebsökologie, die allgemeinen Vorgaben und Richtlinien sowie die betriebsökologischen Kennzahlen und Ziele inklusive der nächsten Schritte und der geplanten Weiterentwicklung sind im Klimabericht in den Kapiteln «Transitionsplan» und «Metriken, Zielerreichung und Massnahmen» zu finden.
Nachhaltiges Beschaffungswesen
Als lokal verwurzelte Institution mit starken Verbindungen zum Kanton Graubünden nimmt die GKB im Rahmen ihrer Beschaffung sowohl direkt als auch indirekt Einfluss auf die regionale Wirtschaft. Sie bezieht gezielt Produkte und Dienstleistungen aus der Region, sei es für den Bankbetrieb, das Marketing oder die Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen.
Dazu setzt die GKB auf klare und transparente Vorgaben im Bereich Beschaffung, Partnermanagement und Marketing. Bei der Auswahl von Lieferanten und Partnern stehen Regionalität, wirtschaftliche Aspekte sowie das Bekenntnis zu nachhaltigem Wirtschaften im Vordergrund. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, hat die Bank im Berichtsjahr eine interne Weisung für nachhaltiges Beschaffungswesen zur Veröffentlichung für 2026 vorbereitet. Diese ergänzt die bestehenden Richtlinien in den Bereichen Marketing und Bau sowie die allgemeingültige Nachhaltigkeitsvereinbarung für Lieferanten. Die Einhaltung der verankerten ökologischen, sozialen und Governance-Grundsätze wird sowohl bei bestehenden als auch bei neuen Partnern und Dienstleistern konsequent eingefordert.
Im Berichtsjahr belief sich das Beschaffungsvolumen der GKB auf rund CHF 100.9 Mio. (Vorjahr: CHF 91.6 Mio.). Diese Summe verteilte sich auf die folgenden Schwerpunktbereiche:
Bereiche | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |||||
Informatik | 54% | 52% | 50% | 47% | 45% | |||||
Bürobetrieb und Gebäudeausstattung | 17% | 18% | 22% | 26% | 29% | |||||
Dienstleistungen in diversen Bereichen inkl. Marketing | 29% | 30% | 28% | 26% | 27% | |||||
Total Beschaffungswesen | CHF 100.9 Mio. | CHF 91.6 Mio. | CHF 89.1 Mio. | CHF 91 Mio. | CHF 89 Mio. |
Verordnung über Sorgfaltspflichten und Transparenz bezüglich Mineralien und Metallen aus Konfliktgebieten und Kinderarbeit (VSoTr)
Die GKB fällt nicht direkt unter die VSoTr, da sie weder solche Rohstoffe verarbeitet noch Dienstleistungen anbietet, bei denen ein Verdacht auf Kinderarbeit besteht. Dennoch misst die Bank der Einhaltung dieser Sorgfaltspflichten grosse Bedeutung bei und führt regelmässig entsprechende Überprüfungen durch.
Sorgfaltspflichten bezüglich Kinderarbeit
Bei der GKB machen die 100 grössten Lieferanten rund 80% des Umsatzes aus. Dabei handelt es sich mehrheitlich um langjährige Geschäftsbeziehungen mit Schweizer Anbietern. Es sind hauptsächlich Lieferanten von Dienstleistungen (Software- und Datenprovider), Vorsorgeeinrichtungen und Betriebe aus dem lokalen Baugewerbe. Lediglich 0.2% der Beschaffungen stammen aus Ländern mit erhöhtem Risiko für Kinderarbeit (gemäss «Children’s Rights in the Workplace Index» von UNICEF), konkret aus den USA. Dabei handelt es sich um Dienstleistungsunternehmen wie Softwareanbieter oder Datenprovider, bei denen das Risiko für Kinderarbeit als sehr tief eingestuft werden kann.
Sorgfaltspflichten bezüglich Mineralien und Metallen
Die GKB verkauft ihrer Kundschaft nur Edelmetalle, die massgeblichen Marktstandards entsprechen. Konkret sind dies für Gold und Silber die «Good Delivery Standards» der London Bullion Market Association (LBMA) für Platinum und Palladium die «Good Delivery Standards» der London Platinum and Palladium Market Association (LPPM). Diese zwei international anerkannten Branchenverbände für Edelmetalle gestalten die künftige Ausrichtung der Edelmetallindustrie in Bezug auf Umwelt, Soziales und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Dazu gehört insbesondere die verantwortungsvolle Beschaffung von Edelmetallen.
Die GKB bezieht Edelmetalle ausschliesslich über in der Schweiz domizilierte Edelmetallhändler, welche die Einhaltung der VSoTr-Vorgaben bestätigt haben. Die Hersteller von solchen Barren müssen sich strengen Prüfungsverfahren durch die zwei international anerkannten Branchenvereinigungen unterziehen, um in die «Good Delivery List» aufgenommen zu werden. Die akkreditierten Hersteller werden von der LBMA bzw. der LPPM regelmässig auf die Einhaltung der Standards überprüft. Unter anderem dürfen Edelmetalle aus Konfliktregionen oder zweifelhafter Herkunft nicht verwendet werden. Die GKB wird auch in Zukunft nur Edelmetall-Barren kaufen, die LBMA- oder LPPM-zertifiziert sind.
Die GKB-Finanzgruppe beteiligt sich nicht an der Finanzierung der Gewinnung von Rohstoffen. Die Beteiligungen Albin Kistler AG, BZ Bank Aktiengesellschaft und Privatbank Bellerive AG handeln nicht auf eigene Rechnung mit Rohstoffen (inklusive Mineralien und Metallen).
Die Albin Kistler AG tätigt Edelmetalltransaktionen für Kundinnen und Kunden ausschliesslich über Schweizer Depotbanken, welche die VSoTr-Vorgaben einhalten. Die Kundinnen und Kunden der BZ Bank Aktiengesellschaft halten bei der BZ Bank kein Gold in den Depots. Die Privatbank Bellerive wickelt die Edelmetalltransaktionen ihrer Kundschaft über die GKB ab.
Weiterentwicklung und nächste Schritte
Für die nächsten Schritte im Bereich der Betriebsökologie wird auf die entsprechenden Ausführungen im Klimabericht verwiesen.
Im kommenden Jahr steht bei der GKB die verstärkte nachhaltige Ausrichtung des physischen Goldangebots bis 1'000 Gramm im Fokus. In diesem Zusammenhang wird das bestehende Angebot durch die gezielte Reduktion von Redundanzen optimiert und unter anderem hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit, der Einhaltung von Sicherheitsstandards im Goldabbau sowie der Rückverfolgbarkeit weiterentwickelt und transparenter ausgestaltet.
Umgang mit unseren Anspruchsgruppen
Offenheit für den Dialog mit und Transparenz gegenüber allen Anspruchsgruppen – Kundinnen und Kunden, Öffentlichkeit, Investorinnen und Investoren, Mitarbeitende – sind für die GKB eine Selbstverständlichkeit und ein Teil ihres Value-Managements. Auch in diesem Berichtsjahr hat die Bank mit verschiedenen Partnern und Akteuren aktiv Gespräche aufgenommen bzw. diese intensiviert, um den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gesellschaft voranzutreiben.
Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis
Die Personalkommission (PEKO) setzt sich aktiv für die Interessen der Mitarbeitenden ein und fördert den Dialog zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden. Durch regelmässige Treffen und einen offenen Austausch über eine eigene E-Mail-Adresse bleibt die PEKO ein wichtiger Ansprechpartner und Gestalter eines positiven Betriebsklimas.
Im Jahr 2025 brachte die neue Zusammensetzung des PEKO-Vorstands frische Perspektiven. Die Klärung des Rollenverständnisses der Mitglieder stand dabei im Fokus. Zudem wurden Kontakte zum GKB Alumni Verein geknüpft, und die PEKO nahm an einem Treffen mit anderen Kantonalbank-PEKOs in Schwyz teil, um Erfahrungen auszutauschen. Wichtige Themen wie ständige Erreichbarkeit und mentale Gesundheit wurden sowohl innerhalb der PEKO als auch gemeinsam mit der Personalabteilung diskutiert. Gegen Jahresende rückte die stärkere Einbindung der Geschäftsleitung und deren Erwartungen an die PEKO in den Vordergrund. Wie jedes Jahr wurde zudem eine Empfehlung zum Lohnantrag an die Geschäftsleitung und den Strategieausschuss übermittelt.
Im kommenden Jahr wird die PEKO die Ergebnisse der Kultur- und Führungsanalyse aus dem vierten Quartal 2025 analysieren und mögliche Massnahmen ableiten.
Verankerung des Nachhaltigkeitsverständnisses
Der im August 2025 durchgeführte Workshop des Fachausschusses Nachhaltigkeit hatte das Ziel, ein gemeinsames Verständnis für Nachhaltigkeit zu schaffen, orientiert an der strategischen Leitidee der GKB «Mensch im Mittelpunkt». Im Fokus standen das gegenseitige Kennenlernen, der offene Austausch sowie die gemeinsame Auseinandersetzung mit Zielen, Wirkungen und Haltungen. Diese Themen bilden die Grundlage für eine effektive und zielgerichtete Arbeit des Fachausschusses und die Verankerung in der Organisation. Das dabei entwickelte gemeinsame Verständnis dient als Basis dafür, nachhaltiges Verhalten im Unternehmen bewusst zu fördern und eine zukunftsorientierte sowie verantwortungsvolle Entwicklung zu unterstützen.
Praxispartnerschaft mit Masterprogramm der FHGR mit Fokus Nachhaltigkeit
Die GKB ist Praxispartnerin des Masterstudiengangs Business Administration, Studienrichtung Sustainable Business Development, der Fachhochschule Graubünden. Der Bank liegt die Ausbildung von Fachkräften in diesem Themengebiet am Herzen, weshalb sie als Input- und Auftraggeberin immer wieder Praxisprojekte und Masterarbeiten unterstützt. Dabei kann die GKB direkt vom Fachwissen der Masterstudierenden bei konkreten Fragestellungen profitieren; gleichzeitig können die Studierenden Praxiserfahrung sammeln und echte Cases bearbeiten.
Politik und Regulierung
Die GKB verfolgt einen ganzheitlichen und nachhaltigen Finanzansatz, der sich an international anerkannten Initiativen und Standards orientiert. Durch die Mitgliedschaft in wichtigen Organisationen zeigt die Bank ihr Engagement für nachhaltiges Handeln und profitiert gleichzeitig vom Austausch von Wissen und Erfahrungen in einem breiten Netzwerk.
Ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie ist die Teilnahme an globalen Initiativen wie den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, dem Pariser Klimaabkommen, dem UN Global Compact und den UN Principles for Responsible Investment (UN PRI). Diese Initiativen bieten nicht nur einen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung, sondern verpflichten die GKB auch, aktiv zur Umsetzung dieser Ziele beizutragen.
Selbstregulierungen
Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat per 1. Januar 2023 die Selbstregulierungen für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien in der Anlage- und Hypothekarberatung erlassen. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt. Mit diesen Richtlinien werden verbindliche Vorgaben mit Nachhaltigkeitsbezug für das Anlagegeschäft und die Hypothekarberatung geschaffen. Durch die systematische Berücksichtigung von ESG-Präferenzen und ESG-Risiken in der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung sowie von Energieeffizienz-Aspekten in der Beratung von Immobilienbesitzerinnen und -besitzern leistet die GKB einen Beitrag zur Erreichung des Netto-Null-Ziels 2050 der Schweiz und stärkt zugleich den Finanzplatz Schweiz als führenden Standort für Sustainable Finance. Als Mitglied der SBVg ist die GKB verpflichtet, diese Selbstregulierung umzusetzen.
Die Asset Management Association Switzerland (AMAS) definiert mit der Selbstregulierung zu Transparenz und Offenlegung bei Kollektivanlagen mit Nachhaltigkeitsbezug verbindliche Vorgaben. Diese betreffen sowohl die Organisation von Finanzinstituten, die Kollektivvermögen mit Nachhaltigkeitsbezug, als auch die Informationspflicht bei nachhaltigkeitsbezogenen Produkten. Der Regelungsrahmen folgt einem prinzipienbasierten Stil und stärkt den schweizerischen Finanzplatz im In- und Ausland im Bereich Sustainable Finance. Die AMAS entwickelt ihre Selbstregulierung seit September 2022 kontinuierlich weiter, um sie mit den Nachhaltigkeitszielen des Bundesrates in Einklang zu bringen. Die aktuell gültige Version 2.2 wurde am 18. September 2025 publiziert. Als Mitglied der AMAS ist die GKB verpflichtet, diese Selbstregulierung umzusetzen.
Klare Positionierung und Wissensaustausch
Durch ihre gezielt gewählten Mitgliedschaften in bedeutenden Organisationen und die konsequente Ausrichtung an internationalen Standards positioniert sich die GKB klar innerhalb der Finanzindustrie und gegenüber ihren Anspruchsgruppen. Die Beteiligung an Verbänden wie dem Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) und der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) ermöglicht es der GKB, Einfluss zu nehmen und geeignete Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Unternehmensführung aktiv zu fördern. In einem sich stetig wandelnden politischen und regulatorischen Umfeld ist die Bank bestrebt, ihre Geschäftspraktiken kontinuierlich anzupassen. Dieser Ansatz minimiert nicht nur Compliance-Risiken, sondern stärkt auch das Vertrauen der Stakeholder und unterstreicht das Engagement der Bank für verantwortungsbewusste und nachhaltige Unternehmensführung.
Darüber hinaus bieten die Mitgliedschaften in Organisationen wie Swiss Sustainable Finance (SSF) und Asset Management Association Switzerland (AMAS) wichtige Plattformen für die Wissensvermittlung und den fachlichen Austausch. Diese Interaktionen tragen dazu bei, das Verständnis der GKB für nachhaltige Finanzpraktiken zu vertiefen und ihre Strategien im Bereich Sustainable Finance kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Initiativen und Standards
- Climate Action 100+: Diese von Investoren getragene globale Initiative zielt darauf ab, die weltweit grössten Treibhausgasemittenten zu Massnahmen gegen den Klimawandel zu bewegen. Ziel ist es, klimabezogene Risiken zu verringern und den langfristigen Unternehmenswert zu sichern. Die GKB ist der Initiative im Jahr 2024 beigetreten.
- Global Reporting Initiative (GRI): Die GRI ist der weltweit führende Standard im Bereich des Nachhaltigkeits-Reportings. Die GKB rapportiert nach diesen Vorgaben und erstellt den Nachhaltigkeitsbericht seit 2021 in Übereinstimmung mit den GRI-Standards 2021.
- Klimaabkommen von Paris: Das internationale Übereinkommen von Paris («The Paris Agreement») aus dem Jahr 2015 hat das Ziel, die Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf deutlich unter 2 °C – möglichst auf 1.5 °C – zu begrenzen.
- Paris Agreement Capital Transaction Assessment (PACTA): Der PACTA-Klimatest misst seit 2017 regelmässig, wie klimaverträglich der Schweizer Finanzmarkt investiert. Der nächste Test findet im Jahr 2026 statt. Die GKB wird dabei erneut ihr Anlage- und Finanzierungsportfolio im Hinblick auf ihre Klimaverträglichkeit analysieren lassen.
- Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF): PCAF ist eine internationale Brancheninitiative, die eine einheitliche Methodik für die Erfassung und die Offenlegung von finanzierten Treibhausgasemissionen entwickelt hat. Damit sollen die Transparenz und die Vergleichbarkeit von Klimawirkungen im Finanzsektor verbessert werden. Die GKB ist der Initiative im Jahr 2024 beigetreten und bekennt sich damit zu einer standardisierten Messung und Berichterstattung ihrer finanzierten Emissionen.
- Sustainable Development Goals (SDGs): Mit der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen (UNO) 17 Ziele für eine globale, nachhaltige Entwicklung (SDGs) festgelegt. Sie stellen einen weltweiten Plan zur Förderung von nachhaltigem Frieden und von Wohlstand sowie zum Schutz unseres Planeten dar. Die SDGs dienen als Orientierungspunkte in der Nachhaltigkeitsstrategie der GKB.
- UN Global Compact (UNGC): Der UNGC ist die weltweit grösste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Er verfolgt die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft, die auf zehn universellen Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung basiert. Die GKB ist seit 2021 «Participant of the UN Global Compact».
- UN Principles for Responsible Investment (UN PRI): Die UN PRI sind eine globale Investoreninitiative, die das Verständnis für Nachhaltigkeitsauswirkungen im Anlageprozess fördert und Investoren bei der Integration von ESG-Aspekten in ihre Anlageentscheidungen unterstützt. Die GKB bekennt sich zu den sechs Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren und ist den UN PRI im Jahr 2021 beigetreten.
Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen
- Asset Management Association Switzerland (AMAS): Die Mitglieder der AMAS fördern optimale Rahmenbedingungen für das Schweizer Asset-Management sowie für die Produktion und den Vertrieb von Anlagefonds. Darüber hinaus setzen sie sich mit Fragen zu Sustainable Finance mit Fokus auf den Anlagebereich auseinander. Die GKB ist nicht nur seit 2021 Mitglied der AMAS, sondern engagiert sich auch in verschiedenen Arbeitsgruppen rund um das Thema Nachhaltigkeit.
- Klimastiftung Schweiz (KSS): Als gemeinnützige und unabhängige Stiftung 2008 gegründet, fördert die Klimastiftung Schweiz innovative Klimaschutzprojekte und Energieeffizienzmassnahmen bei Schweizer und Liechtensteiner KMU. Die Finanzierung der Stiftung erfolgt über die Rückvergütung aus den CO2-Lenkungsabgaben. Die Partnerfirmen spenden ihre Rückvergütung der gemeinsamen Stiftung. Die GKB ist seit 2022 Partnerin der Klimastiftung Schweiz. Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung ist die GKB mit zwei Personen im Beirat der KSS vertreten und arbeitet aktiv mit.
- Marke «Graubünden»: Die Marke «Graubünden» lancierte im Februar 2024 das dreijährige Programm «graubünden nachhaltig». Für eine nachhaltige Zukunft sind Kollaboration und Co-Kreation das zentrale Prinzip, denn nur durch Zusammenarbeit können komplexe Probleme gelöst, neue Ideen entwickelt, Innovationen vorangetrieben und ein gemeinsames Bekenntnis vereinbart werden. Die GKB unterstützt dieses dreijährige Projekt als Partnerin.
- Öbu – Verband für nachhaltiges Wirtschaften: Öbu ist das Schweizer Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften und tritt ein für die Wahrnehmung von ökonomischer, ökologischer und sozialer Verantwortung im Wirtschaftsleben. Öbu fördert die konkrete Umsetzung fortschrittlicher Nachhaltigkeitsstandards, arbeitet mit seinen Mitgliedern an einer Wirtschaft mit Zukunft und setzt sich für die dafür nötigen Rahmenbedingungen ein. Die GKB ist schon seit mehr als zehn Jahren Mitglied dieses Netzwerks.
- Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg): Die SBVg ist der Dachverband der Banken in der Schweiz und bildet die Interessen des gesamten Schweizer Finanzplatzes ab. Die SBVg vertritt die Schweizer Banken gegenüber der Politik, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit.
- Swisscleantech: Der Wirtschaftsverband Swisscleantech setzt sich für eine CO2-neutrale Schweiz, eine zukunftsfähige Energieversorgung und nachhaltige Geschäftsmodelle ein. Der Verband erkennt frühzeitig ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen und bringt praxisorientierte Lösungsvorschläge aktiv in die politische Diskussion ein. Die GKB trat im Jahr 2023 als Mitglied diesem Verband bei.
- Swiss Sustainable Finance (SSF): SSF verfolgt das Ziel, die Schweiz als führendes Zentrum für nachhaltige Finanzdienstleistungen zu positionieren. Rund 250 Mitglieder – darunter Finanzdienstleister, Investoren, Forschungsinstitutionen und öffentliche Einrichtungen – engagieren sich gemeinsam für die Förderung gesellschaftlicher und ökologischer Themen im Anlage- und Finanzierungsgeschäft. Die GKB ist seit 2021 Mitglied von SSF.
- Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB): Der VSKB ist ein Zusammenschluss der 24 Kantonalbanken der Schweiz. Durch den VSKB sind die Wahrung der gemeinsamen Interessen und die Förderung der Zusammenarbeit seiner Mitglieder gewährleistet. Die GKB kann dadurch direkt und indirekt Einfluss nehmen und sich für nachhaltige Rahmenbedingungen einsetzen. Der CEO der GKB ist Mitglied des Verwaltungsrats des VSKB.