Arbeitgeberattraktivität sowie Schulung und Ausbildung von Mitarbeitenden

Relevanz des Themas für die GKB und die Beteiligungen

Drei Megatrends – die digitale Transformation, der demografische Einbruch sowie der Wertewandel – verändern die Arbeitswelt und die Bedingungen der Arbeitsmärkte nachhaltig.

Die digitale Transformation verändert nicht nur Geschäftsmodelle, Prozesse und Angebote von Unternehmen, sondern auch die Art und Weise, wie in Unternehmen (zusammen)gearbeitet wird. In der ersten Phase werden einfachere, repetitive Aufgaben automatisiert. In der nächsten Phase dürften mit der mächtiger werdenden künstlichen Intelligenz auch Sachbearbeitungsfunktionen zunehmend automatisiert werden. Gleichzeitig führt die Suche nach neuen Lösungen und Produktivitätsfortschritten zu neuen Berufsbildern mit einem höheren Anforderungsprofil.

Der demografische Einbruch sorgt dafür, dass in der Schweiz derzeit jedes Jahr beinahe doppelt so viele Vertreter der Babyboomer-Generation in Ruhestand gehen, wie junge Arbeitskräfte in den Arbeitsprozess nachrücken. Schätzungen zufolge verliert die Schweiz im laufenden Jahrzehnt jährlich 50’000 Erwerbstätige. Strukturschwache Randregionen wie der Kanton Graubünden leiden zusätzlich unter dem Wegziehen von Talenten in die Wirtschaftszentren («Braindrain»). Schätzungsweise 60% der Bündner Studierenden, die ausserhalb ihres Herkunftskantons studieren, kehren während ihres Arbeitslebens nicht mehr in ihre Heimat zurück. Gleichzeitig entwickelt sich die Schweiz zu einer tertiären Volkswirtschaft, in der die Unternehmen zusehends talentierte junge Mitarbeitende suchen, die eine technologische Affinität, Problemlösungsfähigkeiten und eine Dienstleistungsmentalität mitbringen. Bereits heute werden in der Schweiz 80% aller Stellen im tertiären Sektor angeboten. Insgesamt wandelt sich der Schweizer Arbeitsmarkt in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts in einen Arbeitnehmendenmarkt, auf dem mehr Stellen angeboten werden, als sich Arbeitnehmende auf dem Arbeitsmarkt bewegen.

Gleichzeitig haben Analysen der GKB den Wertewandel zwischen den verschiedenen Generationen bestätigt: Im Zentrum des Wertesystems der jüngeren Generationen steht die Sinnhaftigkeit. Sie suchen in ihrer Arbeit einen tieferen Sinn sowie einen Arbeitgeber, der einen zugkräftigen Zweck verfolgt. Der Sinn kann in spannenden Arbeitsinhalten, in Entwicklungsmöglichkeiten oder in Mitgestaltungsmöglichkeiten liegen – idealerweise bei Unternehmen, die sich als verantwortungsvolle Arbeitgeber profilieren oder per se einen nachhaltigen Unternehmenszweck verfolgen. Der Sinn wird von den Selbstverwirklichungswerten Individualität und Unabhängigkeit umrahmt. Jüngere Generationen sehen sich in Bezug auf Andersartigkeit als offene, tolerante Generation und wünschen sich von ihrem Arbeitsumfeld ein hohes Mass an Fairness und Diversität. Offenes Feedback und Transparenz in der Zusammenarbeit bilden die Basis für ihre Entwicklungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten. Flexible, familienfreundliche Arbeitsbedingungen (in Bezug auf Raum und Zeit) in einer flachen Hierarchie bilden die Basis, auf der sie ihre Stärken zur Geltung bringen können und wollen – was nicht heisst, dass sie sich nicht auch ein hohes Mass an Jobsicherheit wünschen.

Um sich im kommenden Arbeitnehmermarkt mit ihren im Zuge der digitalen Transformation zunehmend anspruchsvollen Berufsbildern zu positionieren, berücksichtigt die GKB den Wertewandel als Ausgangspunkt ihrer strategischen Personal- und Führungsarbeit. Der Grund dafür ist, dass die Wertschöpfung für die GKB in hohem Masse von der Qualität und dem Engagement ihrer Mitarbeitenden abhängig ist und bleibt. Die Attraktivität der GKB als Arbeitgeberin sowie die Schulung und Ausbildung ihrer Mitarbeitenden sind somit entscheidende Wertschöpfungshebel der Bank.

In der GKB-Finanzgruppe (Graubündner Kantonalbank, Albin Kistler AG, BZ Bank Aktiengesellschaft, Privatbank Bellerive AG) arbeiteten per 31. Dezember 2025 1’153 Personen, was einer Zunahme von 1.6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Personalwachstum erfolgte hauptsächlich bei der GKB, primär bei den Mitarbeitenden mit Vollzeitpensum.

Struktur der Angestellten, nach Region (GKB-Finanzgruppe1)

2025

2024

2023

2022

2021

Anzahl der Angestellten

1'153

1'135

1'088

1'052

1'053

- Graubünden

1'072

1'057

1'015

981

997

- andere Kantone2

81

78

73

71

56

- ausserhalb der Schweiz

0

0

0

0

0

Angestellte in FTE

962

937

898

861

854

- Graubünden

887

864

831

796

803

- andere Kantone2

75

73

67

65

51

- ausserhalb der Schweiz

0

0

0

0

0

Anzahl der unbefristeten Angestellten

1'037

1'022

980

946

940

- Graubünden

956

944

907

875

884

- andere Kantone2

81

78

73

71

56

- ausserhalb der Schweiz

0

0

0

0

0

Anzahl der befristeten Angestellten

116

113

108

106

113

- Graubünden

116

113

108

106

113

- andere Kantone2

0

0

0

0

0

- ausserhalb der Schweiz

0

0

0

0

0

Anzahl der vollzeitbeschäftigten Angestellten

685

660

652

649

606

- Graubünden

621

598

593

593

606

- andere Kantone2

64

62

59

56

k.A.

- ausserhalb der Schweiz

0

0

0

0

0

Anzahl der teilzeitbeschäftigten Angestellten

468

475

436

403

391

- Graubünden

451

459

422

388

391

- andere Kantone2

17

16

14

15

k.A.

- ausserhalb der Schweiz

0

0

0

0

0

davon Zahl der Teilzeitangestellten mit nicht garantierten Arbeitsstunden

27

31

39

57

59

- Graubünden

25

29

37

55

57

- andere Kantone2

2

2

2

2

2

- ausserhalb der Schweiz

0

0

0

0

0

1Bank- und Verwaltungsräte sind in diesen Kennzahlen nicht enthalten

2Beinhaltet die Beteiligungen PBB, AK und BZ Bank

Ambition der GKB

Die GKB will sich in der Schweizer Finanzdienstleistungsbranche als führende, verantwortungsvolle und moderne Arbeitgeberin positionieren. Damit trägt sie den Mitarbeitenden als entscheidendem Wertschöpfungshebel Rechnung. Entsprechend dieser Bedeutung hat die GKB das Thema «Führung und Kultur» als eines von zehn strategischen Handlungsfeldern der aktuellen Strategieperiode verankert. Mit verschiedenen strategischen Initiativen fördert sie eine leistungsorientierte Unternehmenskultur und stärkt das eigenverantwortliche Handeln der Mitarbeitenden. Den stärksten Hebel zur Entwicklung einer kooperativen, kunden- und leistungsorientierten Kultur hat die GKB in der Stärkung der Führungsqualität identifiziert.

Aktuelle Herangehensweise der GKB

Die nachfolgende Tabelle liefert Informationen zur Belegschaft des GKB Stammhauses. Die Übersicht zeigt, dass der Anteil der Vollzeitangestellten im Berichtsjahr erstmals wieder angestiegen ist, nachdem in den Vorjahren ein stetiger Anstieg der Teilzeitquote zu beobachten war.

Struktur der Mitarbeitenden

2025

2024

2023

2022

2021

Anzahl Mitarbeitende nach Arbeitsvertrag1

1'072

1'057

1'015

981

997

Unbefristeter Vertrag

956

944

907

875

884

– Männer

488

473

449

443

447

– Frauen

468

471

458

432

437

Befristeter Vertrag

116

113

108

106

113

– Männer

67

56

55

53

61

– Frauen

49

57

53

53

52

davon Lernende2

41

36

34

33

33

– Männer

24

19

14

13

15

– Frauen

17

17

20

20

18

davon Praktikantinnen und Praktikanten

24

20

20

33

33

– Männer

13

10

14

13

15

– Frauen

11

10

6

20

18

Anzahl Mitarbeitende nach Beschäftigungsgrad1

1'072

1'057

1'015

981

997

Anzahl Vollzeitangestellte

621

598

593

593

606

– Männer

423

403

402

401

419

– Frauen

198

195

191

192

187

Anzahl Teilzeitangestellte

451

459

422

388

391

– Männer

132

126

102

95

89

– Frauen

319

333

320

293

302

Anzahl Stundenlöhnerinnen und Stundenlöhner

25

29

37

55

57

– Männer

8

8

9

9

12

– Frauen

17

21

28

46

45

1Bankräte sind in diesen Kennzahlen nicht enthalten

2Werden mit einem Pensum von 100% abgebildet

Aus- und Weiterbildung

Bei der laufenden Entwicklung und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden setzt die GKB einen klaren Fokus darauf, dass die Mitarbeitenden ihr volles Potenzial ausschöpfen und stärkenorientiert eingesetzt werden können. Allen Mitarbeitenden stehen nebst Entwicklungsgesprächen mit den Führungskräften auch interne, individuelle Entwicklungscoachings durch die Personalabteilung zur Verfügung.

Das breite interne Weiterbildungsangebot der GKB zielt darauf ab, die Kompetenzen in den Bereichen Fachwissen, Persönlichkeit, Leadership und Selbstkompetenzen zu fördern. Für die Sicherstellung einer hohen Beratungsqualität und zur gezielten Entwicklung müssen alle Kundenberatenden der GKB entweder eine SAQ-Zertifizierung (Swiss Association for Quality, ISO-Norm) oder eine CertKB-Zertifizierung (kantonalbankenspezifisch) absolvieren. Die Kundenberatenden werden jeweils nach drei Jahren re-zertifiziert.

Zusätzlich zu diesen internen Ausbildungsangeboten, die vollständig von der GKB finanziert werden, unterstützt die Bank ihre Mitarbeitenden auch bei externen berufsbegleitenden Weiterbildungen auf finanzieller und zeitlicher Ebene. Mit Blick auf das SDG 4 (hochwertige Bildung) leistet die GKB somit einen wesentlichen Beitrag und investiert gleichzeitig laufend einen substanziellen Betrag in ihr wichtigstes Asset – ihre angestellten Mitarbeitenden. Insgesamt konnten die Ausbildungsstunden pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter über die letzten Jahre gesteigert werden.

Die Fachhochschule Graubünden (FHGR) ist für die GKB ein wichtiger Ausbildungspartner. Viele Mitarbeitende, die berufsbegleitend ein Studium auf Stufe Bachelor, Master oder CAS absolvieren, tun dies an der FHGR. Zudem erarbeitet die GKB mit der FHGR konzeptionell neue Lehrgänge, beispielsweise den Zertifikatslehrgang zur digitalen Transformation (siehe unten).

Alle neuen Mitarbeitenden absolvieren nach ihrem Start umfassende Pflichtschulungen in Form von E-Learnings oder physischen Veranstaltungen. Als Teil der Einführung werden alle neuen Mitarbeitenden ausserdem quartalsweise zu einem Kultur-Tag eingeladen, an dem die Unternehmenskultur der GKB über die Themen New Work, Strategie und Zusammenarbeit erlebbar gemacht wird. Für die Geschäftseinheit Märkte wurden im Berichtsjahr zusätzlich spezifische strukturierte Onboarding-Programme entwickelt, um die Qualität in der Beratung gleich von Beginn an hoch zu halten.

Aus- und Weiterbildungen

Veränderung1

2025

2024

20232

2022

2021

Ausbildungsstunden gesamt3

8%

22'657

20'929

17'658

7'619

4'758

Ausbildungsstunden pro MA und Geschlecht

7%

21.1

19.8

17.4

7.8

4.8

- Männer

1%

21.5

21.2

18.4

8.8

4.5

- Frauen

13%

20.8

18.4

16.4

6.7

5.1

Ausbildungsstunden pro MA und Altersgruppe

<30 Jahre

10%

24.0

21.9

12.2

k.A.

k.A.

30-50 Jahre

2%

23.2

22.7

14.6

k.A.

k.A.

>50 Jahre

15%

14.7

12.8

21.5

k.A.

k.A.

Gesamtaufwand Personalentwicklung (Gesamtkostenrechnung) in TCHF

4%

7'457

7'155

5'617

5'427

5'152

Aus- und Weiterbildung (inkl. Projektkosten)4

4%

2'235

2'145

1'701

1'686

1'561

Ausbildung (Lernende und BEM)

–3%

361

372

340

323

340

Weiterbildung

–16%

838

1'001

783

837

520

Berufsbegleitende Weiterbildung

28%

708

554

444

368

386

Management Development

122%

313

141

134

156

137

Ø Ausbildungsinvestition pro Mitarbeitenden

0.4%

2.4

2.3

2.0

2.0

1.9

1Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

2Umstellung auf präzisere Datenquelle

3Die Ausbildungsstunden beinhalten alle Weiterbildungen, die während der Arbeitszeit absolviert werden. Nicht enthalten sind externe Online-Schulungen, Fachtagungen und Berufsschulunterricht.

4Durch die Zurechnung von Projektkosten kann ein Delta entstehen, welches nicht den einzelnen Kategorien zugeordnet werden kann.

Die GKB ist regulatorisch verpflichtet, alle ihre Mitarbeitenden, inklusive Geschäftsleitung, in verschiedenen Bereichen regelmässig zu schulen. Dazu bietet die Bank wiederkehrend und jährlich webbasierte Pflichtmodule in Themenbereichen wie Datenschutz oder Marktverhaltensregeln an. Eine Übersicht über alle regulatorisch verpflichtenden Schulungen gibt die nachfolgende Tabelle.

Aus- und Weiterbildungen

Thema

Inhalt

Abteilung

Periodizität

Obligatorisch

VSB

Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken (VSB)

Alle Mitarbeitenden

alle 5 Jahre

ja

Anlagegeschäft

Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG

Kundenberatende sowie ausgewählte Mitarbeitende

jährlich

ja

Anlagegeschäft

Marktverhaltensregeln

Alle Mitarbeitenden

jährlich

ja

Geldwäscherei

Geldwäschereigesetz

Kundenberatende

jährlich

ja

Nachhaltigkeit

Grundlagen der Nachhaltigkeit

Alle Mitarbeitenden

bei Bedarf

ja

Nachhaltigkeit

Sustainable Finance 1-5

Kundenberatende

bei Bedarf

ja

HR (Kultur)

Führungsseminar

Alle Führungskräfte

jährlich

ja

Datenschutz

Allgemeine Datenschutz-Sensibilisierung

Neue Mitarbeitende

einmalig

ja

Datenschutz

Datenschutz Schulung

Alle Mitarbeitenden

jährlich

ja

Datenschutz / Cybersecurity

Datenschutz und Sicherheit

Neue Mitarbeitende

einmalig

ja

Datenschutz / Cybersecurity

IT-Security Einführung

Neue Mitarbeitende

einmalig

ja

Datenschutz / Cybersecurity

Security-Awareness-Training für besonders privilegierte User

Privilegierte User

jährlich

ja

Datenschutz / Cybersecurity

Security-Awareness-Schulung

Alle Mitarbeitenden

jährlich

ja

Cybersecurity

Mittagsseminar zu aktuellen Cyberthemen

Alle Mitarbeitenden

bei Bedarf

nein

Zertifikatslehrgang zur digitalen Transformation

Seit 2020 geht die GKB die Herausforderungen der digitalen Transformation proaktiv in Kooperation mit der Fachhochschule Graubünden an. Der Zertifikatslehrgang, der 2022 mit dem Skilly Award als bestes Weiterbildungskonzept im Schweizer Bankenmarkt ausgezeichnet wurde, startete im Januar 2025 in die fünfte Durchführung. Die einjährige Weiterbildung basiert auf zwei Lehrgängen, die jeweils aus sechs Modulen bestehen. Jedes Modul enthält drei Präsenzschulungstage. Das Ziel ist, dass die Absolventinnen und Absolventen der Lehrgänge fähig sind, die neuen Technologien für Banklösungen anzuwenden. Durch diese praxisorientierte, berufsbegleitende Weiterbildung erhöht sich die interne und externe Arbeitsmarktfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen. Ausserdem ermöglicht die Weiterbildung der GKB, künftig erforderliche Berufsprofile aus den eigenen Reihen zu entwickeln und zu rekrutieren. Aktuell haben bereits 59 Mitarbeitende der GKB den Lehrgang absolviert.

Im Berichtsjahr wurde der Zertifikatslehrgang in Zusammenarbeit mit der FHGR konzeptionell überarbeitet. Ziel war es, die Inhalte zu fokussieren, Doppelspurigkeiten zu vermeiden und die Anzahl Weiterbildungstage zu verkürzen, um den Lehrgang auch für Mitarbeitende von KMU aus dem Kanton Graubünden attraktiver zu gestalten. Der Lehrgang wird im Jahr 2026 neu unter dem Namen Zertifikatslehrgang New Work Academy starten. Am Ziel, dass die Absolventinnen und Absolventen die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre kennen und die digitale Transformation verstehen, hat sich nichts geändert. Der überarbeitete Zertifikatslehrgang ist erstmals im Januar 2026 gestartet.

Führungsausbildung

Um die Führungsqualität weiter zu stärken, hat die GKB im Jahr 2025 weitere Initiativen ergriffen: Sämtliche für die Führungskräfte relevanten Führungsthemen (Führungskonzepte, -stile und -prozesse) wurden in einem Führungshandbuch festgehalten und allen Führungskräften in einer internen Seminarreihe vermittelt.

Für neue Führungskräfte wurde wieder zweimal eine Führungswoche durchgeführt, in der sie einen vertieften Einblick in die Führungslehre, die bei der GKB erwünschten Führungsstile sowie die Themen Selbstführung, Gesprächsführung sowie Coaching erhielten und sich mit konkreten Praxisfällen beschäftigten.

Nachhaltigkeitsschulungen

Im Jahr 2025 wurde das E-Learning zum Thema Nachhaltigkeit weiterhin bei allen neuen Mitarbeitenden als Schulung durchgeführt. So stellt die GKB sicher, dass alle Angestellten der GKB die Grundlagen und die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit kennen. Ausserdem wurde die GL im Bereich Nachhaltigkeit geschult. Der Fokus dabei lag auf den aktuellen regulatorischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Bank.

Detaillierte Informationen zu den Weiterbildungen betreffend den Selbstregulierungen sowie fachspezifischen Nachhaltigkeitsthemen sind in den Kapiteln «Nachhaltiges Kreditgeschäft» sowie «Nachhaltiges Anlagegeschäft» vertieft dargestellt.

Ausbildung und Berufseinstieg

Die GKB stärkt laufend ihre Positionierung als Ausbildungsbank. Im Januar 2025 hat die Praktikumsklasse (BEM) erfolgreich ihren Abschluss erzielt. 90% der Absolventinnen und Absolventen haben anschliessend eine Stelle bei der GKB angetreten. Im Juli 2025 haben zehn Lernende ihre Berufsausbildung bei der GKB abgeschlossen, fünf von ihnen haben mit der Note 5.3 oder besser abgeschlossen. Neun der zehn Lernenden sind auch nach ihrem Lehrabschluss für die GKB tätig. Im August 2025 starteten 28 neue Lernende, Praktikantinnen und Praktikanten ihre berufliche Laufbahn bei der GKB. Während der Einführungstage wurden sie umfassend mit der GKB Unternehmenskultur vertraut gemacht.

Um den Berufswahlprozess im Kanton Graubünden zu fördern sowie die GKB als attraktiven Lehrbetrieb zu zeigen, war die GKB im Herbst 2025 als Presenting Partner an der Berufsmesse Fiutscher präsent. Darüber hinaus bot die GKB erstmals im Rahmen der MINT-Woche spannende Einblicke in die digitalen, technischen Arbeitsbereiche der Bank.

Im Jahr 2025 wurde das Trainee-Programm der GKB modernisiert und inhaltlich an den Bedürfnissen der Generation Z ausgerichtet. Die Hochschulpositionierung sowie die Rekrutierung von Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen wurden verstärkt, insbesondere an der Universität St. Gallen und an der Fachhochschule Graubünden. Dafür wurden vermehrt zielgruppennahe Formate eingesetzt, beispielsweise Networking-Events und Arbeitgeberpositionierungen im Rahmen des SunIce Festival. Das Trainee-Programm umfasst derzeit zehn Talente, die ein individuell gestaltetes Einstiegsprogramm in der GKB absolvieren.

Talent-Management

Das Talent-Board «Futura» der GKB ist seit 2019 in Form eines Netzwerks aus 25- bis 35-jährigen Mitarbeitenden selbst organisiert. Das Futura-Board leistet wertvolle Unterstützung in der Entwicklung der Bank Richtung New Work und trifft sich vierteljährlich mit der Geschäftsleitung zum Austausch. Weiter hat es sich zu einem wichtigen Instrument zur Stärkung der Karriereentwicklung und zur Förderung des Frauenanteils in Kaderfunktionen entwickelt. Siehe auch www.gkb.ch/futura.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) der GKB stand im Jahr 2025 das Thema Ernährung im Fokus. Die Mitarbeitenden besuchten Fachvorträge externer Experten zum Thema ausgewogene und gesunde Ernährung, die auch nachträglich in der Video-Bibliothek der GKB zugänglich sind. Weiter wurden in den internen Personal-Cafeterias Ernährungswochen lanciert, die gesunde Rezepte aufzeigten. Mitarbeitende der GKB hatten zudem die Möglichkeit an der internen Wasser-Challenge teilzunehmen, mit dem Ziel sie für ihren täglichen Wasserkonsum zu sensibilisieren. Im Jahr 2026 steht das letzte Fokus-Thema – Bewegung + Team – im Mittelpunkt, wofür bereits Vorbereitungen getroffen wurden.

Fokusthemen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Als verantwortungsvolle Arbeitgeberin bietet die GKB ihren Mitarbeitenden sowohl bei beruflichen als auch privaten Herausforderungen professionelle Unterstützung an. Neben den internen Ansprechpersonen stehen den Mitarbeitenden als externe Anlaufstellen fünf ausgebildete Psychologinnen und Psychologen sowie Movis zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme kann anonym sowie mit oder ohne Einbezug der Personalabteilung und der Führungskraft vorgenommen werden. Die Kosten für die externen Angebote übernimmt die Bank.

Im Mai, Juni und November 2025 fanden zudem die jährlichen internen Gesundheitsschulungen zu den Themen «Resilienz» und «Erste Hilfe für psychische Gesundheit» statt, welche ausgebucht waren. Ziel dabei ist es Mitarbeitende im Umgang mit der psychischen Gesundheit und mit Selbstführung präventiv zu schulen. Auch im Jahr 2026 werden diese Seminare wieder durchgeführt.

Der Gesundheitsschutz und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sind der GKB besondere Anliegen. Aus diesem Grund werden diese Themen zusammen mit den gesetzlichen Ruhezeiten und der individuellen Arbeitszeitgestaltung neu seit November 2025 als Pflichtthemen in den bilateralen Performance-Gesprächen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden besprochen und dokumentiert. Zudem wurde ein BGM-Dashboard eingeführt, dass die Entwicklung aller gesundheitsrelevanten Kennzahlen misst und aufzeigt. Diese Zahlen werden jährlich im BGM-Kernteam überprüft; wo notwendig, werden Massnahmen abgeleitet und der Geschäftsleitung vorgelegt. Damit nimmt die GKB ihre Fürsorgepflicht ernst und trägt zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden bei.

Die Angebote des BGM der GKB gelten für alle Mitarbeitenden.

Im August 2025 wurde der Zertifizierungsprozess zum Label Friendly Workspace erfolgreich abgeschlossen. Dieses Ziel, das sich die GKB im Rahmen der 2023 gestarteten BGM-Neukonzeption gesetzt hatte, wurde somit erreicht. Das Label der Gesundheitsförderung Schweiz ist für drei Jahre gültig. Danach startet ein verkürzter Rezertifizierungsprozess.

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl Ausfalltage pro Mitarbeitenden bzw. Mitarbeitende. Insgesamt sind die Ausfalltage zurückgegangen.

Gesundheit und Arbeitssicherheit

2025

2024

2023

2022

2021

Berufsunfälle (inklusive Bagatellunfälle ohne Arbeitsausfall)1

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

Ausfalltage pro Mitarbeitende

6.9

7.0

7.7

7.2

k.A.

- davon Krankheitstage

5.9

5.8

7.2

6.8

k.A.

- davon Unfalltage

1.1

1.2

0.5

0.4

k.A.

- davon arbeitsbedingte Unfalltage

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

k.A.

1Auslassung, da noch nicht separat auswertbar

Diversität und Inklusion sowie Lohngleichheitsanalyse

Die GKB fördert die Diversität und die Inklusion ihrer Mitarbeitenden. Dies umfasst Programme zur Gewinnung, Bindung und Entwicklung vielfältiger Persönlichkeiten. Die vom Projektteam und -steuerungsausschuss im Berichtsjahr ausgearbeiteten und umgesetzten Massnahmen umfassten unter anderem den Start einer Kommunikationskampagne, die Gründung eines internen Frauennetzwerks sowie die Lancierung einer Intranetseite für alle Mitarbeitenden. Als Resultat des Engagements der letzten Jahre sowie aufgrund der Einführung eines Fachkarrierekonzeptes ist der Frauenanteil im Middle Management der GKB aktuell gemäss Schilling-Report 2025 höher als der Branchenbenchmark.

Die GKB engagiert sich für gelebte Diversität auch durch verschiedener Partnerschaften. So hat die GKB zusammen mit Diversity-gr und Swiss Diversity 2025 einen Fachevent organisiert und darüber hinaus an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen – darunter die nationale Fachtagung «together for inclusion in banking» zum Praxis- und Erfahrungsaustausch, der kantonale Runde Tisch Gleichstellung sowie weitere Netzwerkanlässe mit anderen regionalen Unternehmen.

Gemeinsam mit dem Talent-Board «Futura», dem Frauennetzwerk und dem internen Steuerungsausschuss wird im Jahr 2026 an den Schwerpunktthemen Generationenvielfalt und Inklusion gearbeitet.

Im Jahr 2023 hat die GKB eine umfassende Lohngleichheitsanalyse über das Competence Center for Diversity and Inclusion der Universität St. Gallen nach der Logib-Methode durchgeführt. Die Analyse zeigte keine relevanten Lohnungleichheiten auf, weshalb die Bank mit dem Label «We pay fair» ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2024 wurden im Rahmen der «Club Survey» über die Firma Kienbaum die GKB Vergütungsstrukturen im Branchenvergleich analysiert. Die Analyse hat aufgezeigt, dass die GKB im Branchenvergleich markt- und leistungsgerechte Löhne bezahlt. Beide Ergebnisse unterstützen die Bank dabei, Chancengleichheit und Nachhaltigkeit in der Personalpolitik weiter voranzutreiben.

Vielfalt und Chancengleichheit

2025

2024

2023

2022

2021

Gesamtzahl der Personen im Bankrat, nach Geschlecht

7

7

7

7

7

- Männer

4

4

4

4

4

- Frauen

3

3

3

3

3

Prozentualer Anteil der Personen im Bankrat, nach Geschlecht

- Männer

57%

57%

57%

57%

57%

- Frauen

43%

43%

43%

43%

43%

Gesamtzahl der Personen im Bankrat, nach Altersgruppe

<30 Jahre

0

0

0

0

0

30-50 Jahre

1

1

1

1

1

>50 Jahre

6

6

6

6

6

Prozentualer Anteil der Personen im Bankrat, nach Altersgruppe

<30 Jahre

0%

0%

0%

0%

0%

30-50 Jahre

14%

14%

14%

14%

14%

>50 Jahre

86%

86%

86%

86%

86%

Gesamtzahl der Personen in der Geschäftsleitung, nach Geschlecht

5

5

5

4

4

- Männer

4

4

4

3

3

- Frauen

1

1

1

1

1

Prozentualer Anteil der Personen in der Geschäftsleitung, nach Geschlecht

- Männer

80%

80%

80%

75%

75%

- Frauen

20%

20%

20%

25%

25%

Gesamtzahl der Personen in der Geschäftsleitung, nach Altersgruppe

<30 Jahre

0

0

0

0

0

30-50 Jahre

1

0

1

0

0

>50 Jahre

4

5

4

4

4

Prozentualer Anteil der Personen in der Geschäftsleitung, nach Altersgruppe

<30 Jahre

0%

0%

0%

0%

0%

30-50 Jahre

20%

0%

20%

0%

0%

>50 Jahre

80%

100%

80%

100%

100%

Gesamtzahl der Mitarbeitenden in Führungsfunktionen, nach Geschlecht1

130

138

130

132

136

- Männer

98

105

102

107

113

- Frauen

32

33

28

25

23

Prozentualer Anteil der Mitarbeitenden in Führungsfunktionen, nach Geschlecht1

- Männer

75%

76%

79%

81%

83%

- Frauen

25%

24%

21%

19%

17%

Gesamtzahl der Mitarbeitenden in Führungsfunktionen, nach Altersgruppe1

<30 Jahre

2

3

3

3

5

30-50 Jahre

82

87

83

73

72

>50 Jahre

46

48

44

56

59

Prozentualer Anteil der Mitarbeitenden in Führungsfunktionen, nach Altersgruppe1

<30 Jahre

2%

2%

2%

2%

4%

30-50 Jahre

63%

63%

64%

54%

51%

>50 Jahre

35%

35%

34%

44%

45%

2025

2024

2023

2022

2021

Vielfalt und Chancengleichheit (Fortsetzung)

Gesamtzahl der übrigen Mitarbeitenden, nach Geschlecht

937

914

880

845

857

- Männer

453

420

398

386

392

- Frauen

484

494

482

459

465

Prozentualer Anteil der übrigen Mitarbeitenden, nach Geschlecht

- Männer

48%

46%

45%

46%

46%

- Frauen

52%

54%

55%

54%

54%

Gesamtzahl der übrigen Mitarbeitenden, nach Altersgruppe

<30 Jahre

292

273

240

211

231

30-50 Jahre

408

407

413

397

395

>50 Jahre

237

234

227

237

231

Prozentualer Anteil der übrigen Mitarbeitenden, nach Altersgruppe

<30 Jahre

31%

30%

27%

25%

27%

30-50 Jahre

44%

45%

47%

47%

46%

>50 Jahre

25%

26%

26%

28%

27%

1Exklusive des Bankrats und der Geschäftsleitung

Das Verhältnis zwischen dem höchsten Lohn (inklusive Erfolgsbeteiligung) und dem Medianlohn (inklusive Erfolgsbeteiligung) hat bei der GKB den Faktor 7.7 (Vorjahr: 8.0). Dies ohne Mitarbeitende ausserhalb des Stellenplanes und ohne Auszubildende.

Eintritte, Fluktuation und Elternzeit

Im Jahr 2025 wurden weniger Personen eingestellt, da die Nettofluktuation gegenüber dem Vorjahr erneut zurückgegangen ist. Bei den neueingetretenen Mitarbeitenden zeigt sich, dass die GKB sowohl bei der Altersgruppe unter 30 Jahren als auch bei der Gruppe der 30–50 Jährigen eine hohe Anziehungskraft hat. Zu erwähnen ist, dass der Anteil der unter 30-Jährigen sowohl bei den Ein- wie auch bei den Austritten zugenommen hat.

Eingestellte Mitarbeitende

Veränderung1

2025

2024

2023

2022

2021

Gesamtzahl2

–32%

66

97

145

94

123

Anzahl nach Altersgruppen

<30 Jahre

–15%

34

40

73

45

67

30-50 Jahre

–36%

29

45

60

38

44

>50 Jahre

–75%

3

12

12

11

12

Prozentualer Anteil nach Altersgruppen

<30 Jahre

25%

52%

41%

50%

48%

54%

30-50 Jahre

–5%

44%

46%

41%

40%

36%

>50 Jahre

–63%

5%

12%

8%

12%

10%

Anzahl nach Geschlecht

- Männer

–19%

38

47

57

46

58

- Frauen

–44%

28

50

88

48

65

Prozentualer Anteil nach Geschlecht

- Männer

19%

58%

48%

39%

49%

47%

- Frauen

–18%

42%

52%

61%

51%

53%

1Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

2Anzahl Mitarbeitende ohne Bankrat, Nachwuchs, Temporäre, Reinigung und Hauswarte im Nebenamt

Im Berichtsjahr war die Fluktuation erneut rückläufig. Es haben mehr Männer als Frauen das Unternehmen verlassen.

Ausgetretene Mitarbeitende

Veränderung1

2025

2024

2023

2022

2021

Gesamtzahl2

–9%

60

66

75

66

42

Anzahl nach Altersgruppen

<30 Jahre

71%

24

14

17

19

5

30-50 Jahre

–53%

14

30

28

20

13

>50 Jahre

0%

22

22

30

27

24

Prozentualer Anteil nach Altersgruppe

<30 Jahre

89%

40%

21%

23%

29%

12%

30-50 Jahre

–49%

23%

45%

37%

30%

31%

>50 Jahre

10%

37%

33%

40%

41%

57%

Anzahl nach Geschlecht

- Männer

–24%

26

37

40

35

26

- Frauen

31%

34

29

35

31

16

Prozentualer Anteil nach Geschlecht

- Männer

–24%

43%

56%

53%

53%

62%

- Frauen

31%

57%

44%

47%

47%

38%

Angestelltenfluktuation (unbereinigte Fluktuation, in Prozent)3

- gesamt

–10%

7.1%

7.9%

8.5%

8.9%

6.0%

Angestelltenfluktuation (bereinigte Fluktuation, in Prozent)4

- gesamt

–15%

5.1%

5.9%

6.4%

6.7%

4.1%

1Veränderung gegenüber dem Vorjahr

2Anzahl Mitarbeitende ohne Bankrat, Nachwuchs, Temporäre, Reinigung und Hauswarte im Nebenamt

3Die Bruttofluktuation beinhaltet alle Arten von Austritten: frühzeitige und ordentliche Pensionierung, Austritt auf Wunsch der Mitarbeitenden, Austritte auf Wunsch der Bank sowie Todesfälle.

4Die Nettofluktuation beinhaltet die Austritte auf Wunsch der Mitarbeitenden sowie auf Wunsch der Bank.

Die Rückkehrrate der Mitarbeitenden, die nach genommener Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sind, liegt bei 100%.

Elternzeit

Veränderung1

20252

2024

2023

2022

2021

Gesamtanzahl der Angestellten, die Anspruch auf Elternzeit haben, nach Geschlecht3

6%

956

898

907

875

884

- Männer

5%

488

466

449

443

447

- Frauen

8%

468

432

458

432

437

Gesamtanzahl der Angestellten, die Elternzeit genommen haben, nach Geschlecht

–3%

36

37

36

49

k.A.

- Männer

–20%

20

25

15

27

k.A.

- Frauen

33%

16

12

21

22

k.A.

Gesamtzahl der Angestellten, die innerhalb des Berichtszeitraums nach Beendigung der Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückgekehrt sind, nach Geschlecht

–8%

34

37

36

48

k.A.

- Männer

–20%

20

25

15

27

k.A.

- Frauen

17%

14

12

21

21

k.A.

Gesamtzahl der Angestellten, die nach dem Elternurlaub an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind und 12 Monate nach der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz noch beschäftigt waren, nach Geschlecht4

n.v.

37

34

26

k.A.

- Männer

n.v.

26

15

12

k.A.

- Frauen

n.v.

11

19

14

k.A.

Rate der Angestellten, die an den Arbeitsplatz zurückkehren (in Prozent)5

0%

100%

100%

100%

85%

k.A.

- Männer

0%

100%

100%

100%

100%

k.A.

- Frauen

0%

100%

100%

100%

76%

k.A.

Verbleibrate der Mitarbeitenden, die Elternzeit genommen haben (in Prozent)4

n.v.

100%

94%

90%

k.A.

- Männer

n.v.

100%

100%

92%

k.A.

- Frauen

n.v.

100%

90%

88%

k.A.

1Veränderung gegenüber dem Vorjahr

2Ab 2025 neue Datenberechnungsgrundlage

3Nur unbefristet Angestellte

4Die Kennzahl kann erst 12 Monate nach Ende des Berichtsjahres ermittelt werden, d.h. immer erst im Folgejahr.

5Der Anteil bezieht sich auf die Gesamtzahl der Mitarbeitenden, die während des Berichtzeitraums nach der Elternzeit an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind.

Performance-Leadership und New Pay

Teil unseres Führungskonzepts ist die Performance-Leadership. Zentral bei diesem Modell ist der partizipative Ansatz: Performance-Leadership lässt die Mitarbeitenden bei der Zielformulierung sowie bei der Performance-Beurteilung mitwirken und orientiert sich an modernen Leadership-Ansätzen. Darauf abgestimmt hat die GKB im Jahr 2023 unter dem Projekttitel «New Pay» ihr Lohnkonzept vereinfacht und auf die Kriterien der neuen Arbeitswelt abgestimmt. Weitere Informationen sind im strategischen Handlungsfeld «Führung und Kultur» enthalten.

Im Berichtsjahr wurden die Führungskräfte erneut im Rahmen einer jährlichen Schulung über die Anwendung des Performance-Leadership-Konzepts sowie die Durchführung der Lohnrunde informiert. Ziel war es, das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Themen zu schärfen und die Umsetzung zu fördern.

Corporate Purpose und Change Agents

Der Corporate Purpose stellt das Thema Kundenbegeisterung weiterhin ins Zentrum: Tag für Tag setzt sich die GKB ein «für die beste Zukunft aller Zeiten». Die Wirkung des Corporate Purpose zielt auf sämtliche Anspruchsgruppen ab, insbesondere auf die Kundinnen und Kunden, die Mitarbeitenden und die Gesellschaft.

Der Corporate Purpose wurde auch in diesem Jahr durch Impulsprogramme bei den Führungsseminaren, Leadership-Wochen und Change-Agents-Schulungen weiter verankert.

Zur Umsetzung der New-Work-Transformation setzten sich im Jahr 2025 rund 50 Change Agents im Austausch mit der Geschäftsleitung und an Teamworkshops aktiv ein, um gemeinsam Massnahmen zur Kulturentwicklung zu definieren.

Parallel dazu begleiten die Change Agents den Transformationsprozess gemäss Bottom-up-Prinzip weiter aktiv mit. Insbesondere bei der Auswertung der Ende 2025 durchgeführten Kultur- und Führungsanalyse werden die Change Agents die Führungskräfte bei der Definition und der Umsetzung von Massnahmen Anfang 2026 unterstützen.

Regelmässige Kultur- und Führungsanalyse

Im November 2025 hat die GKB in Zusammenarbeit mit der Energy Factory AG, St. Gallen, zum sechsten Mal eine Kultur- und Führungsanalyse durchgeführt. Diese umfassende Mitarbeiterbefragung findet alle drei Jahre statt und ist mit einer Teilnahmequote von jeweils gegen 90% breit abgestützt. Im Jahr 2025 haben 94% der Mitarbeitenden an der Umfrage teilgenommen. Die Auswertung erlaubt Rückschlüsse im Hinblick auf die nachfolgenden strategisch relevanten Themenfelder.

Die Auswertung der Kultur- und Führungsanalyse 2025 liegt zur Zeit der Fertigstellung dieses Berichts noch nicht vor; sie erfolgt im ersten Halbjahr 2026.

Arbeitgebermarke und Auszeichnungen

2025 durfte die GKB zum wiederholten Mal den Titel «Best Recruiter» entgegennehmen; dies auf dem 3. Gesamtrang aller Schweizer Unternehmen (Platz 2 Banken/Finanzdienstleistung) und auf dem 10. Rang im DACH-Raum. Auch hält die GKB als Ausbildungsbank das Label «Great Start!» von Great Place to Work Schweiz. Die Rezertifizierung dieses Labels steht im Sommer 2026 an. Darüber hinaus wurde die GKB als «Top Company» von Kununu, einem namhaften Schweizer Bewertungsportal, ausgezeichnet; dies aufgrund einer Weiterempfehlungsquote von 92% und eines Scores von 4.5 von möglichen 5.0 Punkten. Die GKB hat damit ihren Ziel-Score von 4.5 im Berichtsjahr erneut erreicht.

Meldesysteme für Verdachtsfälle oder Beanstandungen (intern und extern)

Als verantwortungsvolle Arbeitgeberin legt die GKB Wert darauf, die betriebliche und die persönliche Integrität ihrer Mitarbeitenden zu schützen. Um dieses Ziel zu erreichen, stehen den Mitarbeitenden verschiedene Anlaufstellen für Hinweise zu betrieblichen Missständen zur Verfügung. Die GKB fordert ihre Mitarbeitenden aktiv dazu auf, Beobachtungen zu unrechtmässigen, illegalen oder unmoralischen Praktiken in ihrem Arbeitsumfeld zu melden. Der Meldeprozess ist in zwei Phasen aufgegliedert.

Im informellen Prozess haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich an ihre Vorgesetzten oder bei Bedarf – unter Wahrung der Vertraulichkeit – an die dafür zuständige interne Anlaufstelle zu wenden. Des Weiteren ist eine anonyme Meldung an unsere externe Anlaufstelle (Movis AG) möglich. Ziel ist die Besprechung und Einordnung des Erlebten sowie die Klärung des weiteren Vorgehens.

Im formellen Prozess können die Mitarbeitenden eine offizielle Meldung an die externe Meldestelle (IntegrityPlus AG) einreichen. Diese nimmt eine erste Plausibilisierung der Meldung vor und leitet diese zwecks weiterer Fallbehandlung an die GKB weiter. Nach erfolgter Untersuchung entscheidet die Beschwerdekommission über die der Geschäftsleitung vorzulegenden Massnahmen und Sanktionen. Nach deren Umsetzung wird der Fall abgeschlossen.

Der internen, zentralen Anlaufstelle im Bereich Personal wurden 2025 keine Vorfälle (Mobbing, Diskriminierung, Machtmissbrauch oder andere illegale oder unmoralische Praktiken im Arbeitsumfeld) gemeldet (Vorjahr: keine). Es gab keine Meldungen an externen Stellen, die an die GKB weitergeleitet wurden.

Weiterentwicklung und nächste Schritte

Im Herbst 2025 hat die Geschäftsleitung die neue Strategie 2026–2030 kommuniziert. Die Fokusthemen im Bereich Personal orientiert sich an der Ambition, die GKB als attraktivste Arbeitgeberin in der Schweizer Finanzdienstleistungsbranche zu positionieren:

Fokusthemen im Bereich Personal

In den vier Fokusthemen erfolgen im Jahr 2026 diverse Massnahmen:

Zur Lancierung der neuen Strategieperiode wird den 180 Führungskräften im Jahr 2026 ein weiteres Führungsseminar zum Thema strategische Führung und Führung in der Transformation angeboten. Zudem werden im Sommer 2026 für alle Mitarbeitenden halbtägige Workshops namens Panorama-Event durchgeführt, die ihnen die neue Strategie und erste Ergebnisse darlegen sollen. Diese Event-Reihe wird vom Talent-Board «Futura» konzipiert und durchgeführt.

Weiter findet im ersten Quartal 2026 die Auswertung der Kultur- und Führungsanalyse 2025 statt. Hierzu werden durch die Führungskräfte und die Change Agents Team-Workshops aufgegleist, um die Resultate zu besprechen und Massnahmen abzuleiten.

Das Talent-Board «Futura», das Frauennetzwerk und der interne Steuerungsausschuss «Diversität und Inklusion» werden im Jahr 2026 gemeinsam am Schwerpunktthema Generationenvielfalt und Inklusion arbeiten. Im Bereich Gesundheit steht 2026 das letzte Fokus-Thema – Bewegung + Team – im Mittelpunkt, wofür in diesem Jahr bereits Vorbereitungen getroffen wurden.

Aktuelle Herangehensweise der Beteiligungen

Die Albin Kistler AG hat die Arbeitsmodelle für ihre Mitarbeitenden in den letzten Jahren flexibler gestaltet. Möglich sind Homeoffice-Tage, der Kauf zusätzlicher Ferientage und unbezahlte Auszeiten (bis zu drei Monate unter bestimmten Voraussetzungen). Regelmässige interne Schulungen sowie die Unterstützung bei externen Seminaren und längeren Weiterbildungen (inklusive Kostenübernahme) unterstützen die Mitarbeitenden der Albin Kistler AG in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Teambildende Veranstaltungen sind fester Bestandteil der Firmenkultur und prägen diese auf positive Art und Weise. Die Mitarbeitenden (und deren Familienmitglieder) profitieren zudem von Sonderkonditionen bei den eigenen Vermögensverwaltungsmandaten und bei den Bankdienstleistungen der GKB.

Die Albin Kistler AG lebt eine Unternehmenskultur der Gleichberechtigung. Die Selektion der Mitarbeitenden im Rahmen von Einstellungen und Beförderungen erfolgt anhand der Qualifikation, der Erfahrung und der fachlichen Kompetenz in den für die Funktionen relevanten Bereichen. Persönliche Merkmale wie Geschlecht, Glaubensrichtung oder sexuelle Orientierung, welche keinen Bezug zur beruflichen Leistung haben, fliessen nicht in Entscheidungsprozesse ein. Um eine breite Selektion an bestmöglichen Kandidatinnen und Kandidaten zu gewährleisten, erfolgen Stellenausschreibungen stets öffentlich.

Entlöhnungen und Prämienvergütungen richten sich nach der Komplexität und der Verantwortung der jeweiligen Funktion, der Arbeitsqualität, der Leistungsbereitschaft, den Resultaten, der Einhaltung der Unternehmenswerte, dem Verhalten gegenüber Kolleginnen und Kollegen sowie dem Erfolg der Firma als Ganzes. Individuelle Leistungsprämien und Lohnerhöhungen werden im Einvernehmen mit dem jeweiligen Bereichsleiter definiert und vom Vergütungsausschuss genehmigt. Alle Mitarbeitenden durchlaufen halbjährlich Entwicklungsgespräche, welche die Einschätzung und die Wertschätzung der persönlichen Leistungen, das Entwicklungspotenzial und die Perspektiven aufzuzeigen sollen und den Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, sich dazu zu äussern.

Im Geschäftsjahr 2025 konnte Albin Kistler um netto 0.85 Vollzeitstellen wachsen. Zusätzlich zur Nachfolgebesetzung für vier Austritte wurden zwei neue Stellen (1.5 Vollzeitstellen) geschaffen, und für drei bestehende Funktionen wurde das Pensum erhöht. Per 31. Dezember 2025 beschäftigte die Albin Kistler AG 51 Mitarbeitende mit einem Vollzeitäquivalent von 47.85 Vollzeitstellen.

Die BZ Bank Aktiengesellschaft versteht sich als das Team ihrer Mitarbeitenden. Das Team der Bank ist mit 13 Mitarbeitenden (11.47 FTE) klein, verfügt dadurch aber über effiziente Entscheidungswege. Einige Mitarbeitende arbeiten seit vielen Jahren bei der Bank. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung fördern aktiv den Teamgeist und die transparente Kommunikation der Mitarbeitenden. Am eigenen Mittagstisch kommen Mitarbeitende und Geschäftsleitung bei kostenlosen, täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten zusammen, um sich über aktuelle Themen und die Entwicklung der Märkte auszutauschen.

Die Privatbank Bellerive AG ermöglicht allen 17 Mitarbeitenden (15 FTE) einen Tag Homeoffice pro Woche. Durch ihre faire und marktgerechte Lohnstruktur, ihre Arbeitsplätze an zentraler Lage, die sehr gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und weitere Nebenleistungen bietet die Privatbank Bellerive attraktive Arbeitsbedingungen. Flache Hierarchien, direkte Kommunikationswege sowie eine offene Gesprächs- und eine konstruktive Fehlerkultur prägen das Unternehmen. Teilzeitarbeitsmodelle sind möglich und werden wahrgenommen. Die Personalfluktuation ist entsprechend tief.

Aus- und Weiterbildungen

Thema

Inhalt

Abteilung

Periodizität

Obligatorisch

Albin Kistler AG

Anlagegeschäft

Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG

Kundenberatende sowie ausgewählte Mitarbeitende

jährlich

ja

Anlagegeschäft

Marktverhaltensregeln

Alle Mitarbeitenden

jährlich

ja

Geldwäscherei

Geldwäschereigesetz

Kundenberatende

jährlich

ja

Nachhaltigkeit

Grundlagen der Nachhaltigkeit

Alle Mitarbeitenden

halbjährlich, oder bei Änderung

nein

Immobilien

Immobilienfonds

Alle Mitarbeitenden

quartalsweise, oder bei Änderungen

nein

Anlagegeschäft

Research / Marktanalyse

Alle Mitarbeitenden

quartalsweise

nein

IT / BCM / Datenschutz / Cybersecurity

Infrastruktur, Datenschutz und Sicherheit

Alle Mitarbeitenden

quartalsweise

nein

HR & Finanzen

Update Personalwesen

Alle Mitarbeitenden

bei Bedarf

nein

BZ Bank Aktiengesellschaft

VSB

Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken (VSB)

Alle Mitarbeitenden

alle 5 Jahre

ja

Anlagegeschäft

Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG

Kundenberatende sowie ausgewählte Mitarbeitende

jährlich

ja

Anlagegeschäft

Marktverhaltensregeln

Alle Mitarbeitenden

jährlich

ja

Geldwäscherei

Geldwäschereigesetz

Kundenberatende

jährlich

ja

Privatbank Bellerive AG

VSB

Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken (VSB)

Alle Mitarbeitenden

alle 5 Jahre

ja

Anlagegeschäft

Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG

Kundenberatende sowie ausgewählte Mitarbeitende

jährlich

ja

Anlagegeschäft

Marktverhaltensregeln

Alle Mitarbeitenden

jährlich

ja

Geldwäscherei

Geldwäschereigesetz

Kundenberatende

jährlich

ja

Nachhaltigkeit

Grundlagen der Nachhaltigkeit

Alle Mitarbeitenden

bei Bedarf

ja

Datenschutz / Cybersecurity

Datenschutz und IT-Sicherheit

Alle Mitarbeitenden sowie neue Mitarbeitende

jährlich

ja

AIA, FACTA, QI

US-Formulare

Kundenberatende sowie ausgewählte Mitarbeitende

jährlich

ja

Compliance in den Bereichen Geldwäscherei, Wettbewerbsverhalten und SteuerkonformitätNachhaltiges Anlagegeschäft