Offenlegung 2025
Einleitung
Die Grundsätze und der Umfang der Offenlegung wurden von der Geschäftsleitung der Graubündner Kantonalbank (GKB) am 17. Februar 2026 und vom Bankrat am 26. Februar 2026 genehmigt.
Mit den vorliegenden Informationen trägt die Graubündner Kantonalbank den Vorgaben der «Verordnung der FINMA über die Offenlegungspflichten der Banken und Wertpapierhäuser (OffV-FINMA)» Rechnung. Der Umfang der Offenlegung berücksichtigt das Geschäftsmodell der GKB sowie den Informationsbedarf der strategisch definierten Anspruchsgruppen.
Die entsprechenden Offenlegungsberichte sind auf der Website der GKB zu finden.
Offenlegungsberichte VorperiodenEigenmittel
Beteiligungen und Umfang der Konsolidierung
Der Konsolidierungskreis nach Rechnungslegung und der regulatorische Konsolidierungskreis sind identisch. Die Konzernrechnung (Vollkonsolidierung) umfasst den Abschluss des Stammhauses der Graubündner Kantonalbank, Chur, der Privatbank Bellerive AG, Zürich, der Albin Kistler AG, Zürich und der BZ Bank Aktiengesellschaft, Wilen.
Erforderliche Eigenmittel
Zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Kreditrisiken, Marktrisiken und operationelle Risiken stehen unter Basel III Final verschiedene Ansätze zur Verfügung. Weitergehende Informationen finden sich nachfolgend als Teil der Offenlegung der Tabelle OV1.
Anrechenbare Eigenmittel
Die wichtigsten Merkmale, Bedingungen und Bestimmungen der emittierten regulatorisch anrechenbaren Eigenkapitalinstrumente sind separat offengelegt. Deren Offenlegung befindet sich auf der Website der Graubündner Kantonalbank:
Eigenkapitalinstrumente der Graubündner KantonalbankBewirtschaftung Kreditrisiko, Marktrisiko und operationelle Risiken
Die Informationen zur Bewirtschaftung des Kreditrisikos, des Marktrisikos und der operationellen Risiken finden sich im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung im Kapitel 3 «Risikomanagement» im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung sowie im «Risikobericht». Weitere Informationen zur Strategie, Prozesse und Organisation zur Bewirtschaftung der operationellen Risiken finden sich im Kapitel 3.6 «Operationelle Risiken» im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung. Die angewandten Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs finden sich im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung im Kapitel 4 «Erläuterung der angewandten Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs» und die Bewertung der Deckungen im Kapitel 5 «Bewertung der Deckungen». Die Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting ist im Kapitel 6 «Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting» beschrieben.
1. Grundlegende aufsichtsrechtliche Kennzahlen (KM1) Konzern
in CHF 1'000 | |||||||
a | c | e | |||||
31.12.2025 | 30.06.2025 | 31.12.2024 | |||||
Anrechenbare Eigenmittel | |||||||
1 | Hartes Kernkapital (CET1) | 2’840’407 | 2’812’769 | 2’802’034 | |||
2 | Kernkapital (Tier 1) | 2’840’407 | 2’812’769 | 2’802’034 | |||
3 | Gesamtkapital total | 2’840’407 | 2’812’769 | 2’802’034 | |||
Nach Risiko gewichtete Positionen (RWA) | |||||||
4 | RWA | 14’197’687 | 14’521’014 | 14’865’607 | |||
4a | Mindesteigenmittel gemäss FINMA-Rundschreiben 2016/1 | n.v. | n.v. | 1’189’249 | |||
Risikobasierte Kapitalquoten (% der RWA) | |||||||
5 | CET1-Quote | 20.0% | 19.4% | 18.8% | |||
6 | Kernkapitalquote | 20.0% | 19.4% | 18.8% | |||
7 | Gesamtkapitalquote | 20.0% | 19.4% | 18.8% | |||
CET1-Pufferanforderungen (% der RWA) | |||||||
8 | Eigenmittelpuffer nach dem Basler Mindeststandard (2.5%) | 2.5% | 2.5% | 2.5% | |||
11 | Gesamte Pufferanforderungen in CET1-Qualität (Zeilen 8 + 9 + 10) | 2.5% | 2.5% | 2.5% | |||
12 | Verfügbares CET1 zur Erfüllung der Pufferanforderungen (Zeile 11), nach Abzug von CET1 zur Erfüllung der Mindestanforderungen und ggf. zur Erfüllung von Anforderungen an die gesamte Verlusttragfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, TLAC) | 12.0% | 11.4% | 10.8% | |||
Kapitalzielquoten nach Anhang 8 ERV (% der RWA) | |||||||
12a | Eigenmittelpuffer nach Anhang 8 ERV | 4.0% | 4.0% | 4.0% | |||
12b | Antizyklische Puffer (Art. 44 und 44a ERV) | 1.2% | 1.2% | 1.1% | |||
12c | CET1-Zielquote nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach den Artikeln 44 und 44a ERV | 9.0% | 9.0% | 8.9% | |||
12d | Tier-1-Zielquote nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach den Artikeln 44 und 44a ERV | 10.8% | 10.8% | 10.7% | |||
12e | Gesamtkapital-Zielquote nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach den Artikeln 44 und 44a ERV | 13.2% | 13.2% | 13.1% | |||
Leverage Ratio nach dem Basler Mindeststandard | |||||||
13 | Gesamtengagement (LRD) | 37’376’696 | 35’738’569 | 36’744’537 | |||
14 | Leverage Ratio, ausgedrückt als Tier 1 in % des LRD, einschliesslich der Auswirkung einer vorübergehenden Ausnahme von Zentralbankguthaben | 7.6% | 7.9% | 7.6% | |||
14b | Leverage Ratio ohne die Auswirkung einer vorübergehenden Ausnahme von Zentralbankguthaben | 7.6% | 7.9% | 7.6% | |||
14e | Mindesteigenmittel (Art. 42 ERV) | 1’135’815 | 1’161’681 | n.v. | |||
Quote für kurzfristige Liquidität (Liquidity Coverage Ratio, LCR)1 | |||||||
15 | Zähler der LCR: Total der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven2 | 7’462’535 | 6’376’249 | 6’910’897 | |||
16 | Nenner der LCR: Total des Nettomittelabflusses3 | 4’800’894 | 4’300’416 | 4’337’574 | |||
17 | LCR4 | 155.4% | 148.3% | 159.3% | |||
Finanzierungsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR) | |||||||
18 | Verfügbare stabile Finanzierung | 26’609’926 | 26’289’644 | 26’034’018 | |||
19 | Erforderliche stabile Finanzierung | 20’388’817 | 20’382’616 | 19’287’130 | |||
20 | NSFR | 130.5% | 129.0% | 135.0% |
1Bei den Werten handelt es sich um die einfachen Durchschnitte gemäss den monatlichen Liquiditätsnachweisen des Berichtsquartals (3 Datenpunkte).
2Quartalswerte: 30.09.2025: TCHF 7'453'644; 31.03.2025: TCHF 6'947'282
3Quartalswerte: 30.09.2025: TCHF 5'019'517; 31.03.2025: TCHF 4'587'733
4Quartalswerte: 30.09.2025: 148.5%; 31.03.2025: 151.4%
2. Überblick über die nach Risiko gewichteten Positionen (RWA) (OV1) Konzern
Die Risikogewichtung von Anteilen an verwalteten kollektiven Vermögen (VKV-Anteile) erfolgt nach der «Verordnung der FINMA über die Kreditrisiken der Banken und Wertpapierhäuser (KreV-FINMA)». Die Graubündner Kantonalbank gewichtet grundsätzlich VKV-Anteile mit einem Risikoindikator nach dem vereinfachten Ansatz. Bei allen übrigen VKV-Anteilen wird der Fallback-Ansatz angewendet.
in CHF 1'000 | |||||||
a | b | c | |||||
RWA | RWA | Mindesteigenmittel | |||||
31.12.2025 | 30.06.2025 | 31.12.2025 | |||||
1 | Kreditrisiko, ohne Gegenpartei-Kreditrisiko | 12’947’631 | 13’332’783 | 1’035’810 | |||
2 | - Davon mit internationalem Standardansatz für Kreditrisiken (SA-BIZ) bestimmt | 12’947’631 | 13’332’783 | 1’035’810 | |||
6 | Gegenpartei-Kreditrisiko | 47’015 | 42’805 | 3’761 | |||
7b | - Davon mit Marktwertansatz bestimmt | 47’015 | 42’805 | 3’761 | |||
10 | Kreditbewertungsanpassungen bei Derivaten und Wertpapierfinanzierungsgeschäften (CVA) | 48’254 | 43’393 | 3’860 | |||
14 | Anteile an verwalteten kollektiven Vermögen, mit Fallback-Ansatz (FBA) bestimmt | 5’130 | 6’357 | 410 | |||
14a | Anteile an verwalteten kollektiven Vermögen, mit vereinfachtem Ansatz bestimmt | 240’085 | 246’232 | 19’207 | |||
20 | Marktrisiken | 74’318 | 62’150 | 5’945 | |||
20a | - Davon mit einfachem Marktrisiko-Standardansatz bestimmt | 74’318 | 62’150 | 5’945 | |||
24 | Operationelle Risiken | 831’442 | 783’483 | 66’515 | |||
25 | Beträge unterhalb der Schwellenwerte für Abzüge, mit 250% nach Risiko gewichtete Positionen | 3’812 | 3’812 | 305 | |||
29 | Total | 14’197’687 | 14’521’014 | 1’135’815 |
3. Liquiditätsrisiko
3.1 Liquidität: Management der Liquiditätsrisiken (LIQA) Konzern1
a) | Liquiditätsstrategie und -risikotoleranz |
Durch das Halten einer angemessenen Liquiditätsreserve (SNB-Girokonto, Obligationen) wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit gewährleistet, namentlich in Zeiten bankspezifischer und/oder marktweiter Stressperioden. Die Liquiditätsrisikotoleranz entspricht dem Verhältnis aus Liquiditätsreserve und Nettomittelabfluss über 30 Tage. Diese Liquiditätsrisikotoleranz muss für jedes interne Stress-Szenario mindestens 100% betragen. Alle gehaltenen Obligationen sind repofähig. Angesichts der unwesentlichen Liquiditätsrisiken in Fremdwährung wird allfällig vorhandene Fremdwährungsliquidität grösstenteils in Schweizer Franken geswapt. | |
b) | Refinanzierungsstrategie |
Die GKB strebt eine langfristig tragfähige und stabile Refinanzierung des Aktivgeschäfts an und refinanziert sich deshalb hauptsächlich über breit diversifizierte, stabile Kundeneinlagen und zusätzlich über Emissionen von Anleihen und Pfandbriefdarlehen am Kapitalmarkt. Ergänzend werden Refinanzierungen am Geldmarkt eingesetzt. In der Steuerung der Refinanzierungsrisiken orientiert sich die GKB an den gesetzlichen Anforderungen zur Net Stable Funding Ratio. | |
c) | Organisation |
Die Strategien für die Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken werden durch den Fachausschuss Bilanzstrukturrisiken (ALCO) laufend umgesetzt. Die operationelle Steuerung der Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken erfolgt zentral im Treasury (einzig die operationelle Steuerung der Fremdwährungsliquidität erfolgt durch den Devisenhandel). |
1Die Kommentare beziehen sich auf das Stammhaus.
3.2 Liquidität: Informationen zur Quote für kurzfristige Liquidität (Liquidity Coverage Ratio, LCR) (LIQ1) Konzern
Quantitative Informationen zur Liquiditätsquote
in CHF 1'000 | |||||||||
1. Quartal 2025 1 | 2. Quartal 2025 1 | ||||||||
b | c | b | c | ||||||
Ungewichtete Werte | Gewichtete Werte | Ungewichtete Werte | Gewichtete Werte | ||||||
Qualitativ hochwertige liquide Aktiven (HQLA) | |||||||||
1 | Total der qualitativ hochwertigen liquiden Aktiven (HQLA) | 6’947’282 | 6’376’249 | ||||||
Mittelabflüsse | |||||||||
2 | Einlagen von Privatkunden | 11’130’299 | 1’050’389 | 11’480’827 | 1’074’026 | ||||
3 | - Davon stabile Einlagen | 2’662’017 | 133’101 | 3’276’164 | 163’808 | ||||
4 | - Davon weniger stabile Einlagen | 8’468’282 | 917’288 | 8’204’663 | 910’218 | ||||
5 | Unbesicherte, von Geschäfts- oder Grosskunden bereitgestellte Finanzmittel | 5’303’887 | 3’458’891 | 5’093’158 | 3’224’170 | ||||
6 | - Davon operative Einlagen aller Gegenparteien und Einlagen beim Zentralinstitut von Mitgliedern eines Finanzverbundes | - | - | - | - | ||||
7 | - Davon nichtoperative Einlagen aller Gegenparteien | 5’203’887 | 3’358’891 | 5’093’158 | 3’224’170 | ||||
8 | - Davon unbesicherte Schuldverschreibungen | 100’000 | 100’000 | - | - | ||||
9 | Besicherte Finanzierungen von Geschäfts- oder Grosskunden und Sicherheitenswaps | 4 | - | ||||||
10 | Weitere Mittelabflüsse | 1’443’017 | 266’896 | 1’400’259 | 250’081 | ||||
11 | - Davon Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Derivatgeschäften und anderen Transaktionen | 137’410 | 116’444 | 146’960 | 125’457 | ||||
12 | - Davon Mittelabflüsse aus dem Verlust von Finanzierungsmöglichkeiten bei forderungsunterlegten Wertpapieren, gedeckten Schuldverschreibungen, sonstigen strukturierten Finanzierungsinstrumenten, forderungsbesicherten Geldmarktpapieren, Zweckgesellschaften, Wertpapierfinanzierungsvehikeln und anderen ähnlichen Finanzierungsfazilitäten | 16’000 | 16’000 | - | - | ||||
13 | - Davon Mittelabflüsse aus fest zugesagten Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 1’289’607 | 134’452 | 1’253’299 | 124’624 | ||||
14 | Sonstige vertragliche Verpflichtungen zur Mittelbereitstellung | 152’922 | 93’141 | 149’661 | 101’307 | ||||
15 | Sonstige Eventualverpflichtungen zur Mittelbereitstellung | 4’507’856 | 3’541 | 4’433’805 | 3’570 | ||||
16 | Total der Mittelabflüsse | 4’872’862 | 4’653’155 | ||||||
Mittelzuflüsse | |||||||||
17 | Besicherte Finanzierungsgeschäfte, wie Reverse-Repo-Geschäfte | - | - | - | - | ||||
18 | Zuflüsse aus voll werthaltigen Forderungen | 432’093 | 223’457 | 623’792 | 297’431 | ||||
19 | Sonstige Mittelzuflüsse | 61’673 | 61’673 | 55’308 | 55’308 | ||||
20 | Total der Mittelzuflüsse | 493’766 | 285’130 | 679’100 | 352’738 | ||||
Bereinigte Werte | |||||||||
21 | Total der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven (HQLA) | 6’947’282 | 6’376’249 | ||||||
22 | Total des Nettomittelabflusses | 4’587’733 | 4’300’416 | ||||||
23 | Quote für kurzfristige Liquidität LCR | 151.4% | 148.3% | ||||||
1Bei den Werten pro Quartal handelt es sich um die einfachen Durchschnitte gemäss den monatlichen Liquiditätsnachweisen (pro Quartal 3 Datenpunkte).
in CHF 1'000 | |||||||||
3. Quartal 2025 1 | 4. Quartal 2025 1 | ||||||||
b | c | b | c | ||||||
Ungewichtete Werte | Gewichtete Werte | Ungewichtete Werte | Gewichtete Werte | ||||||
Qualitativ hochwertige liquide Aktiven (HQLA) | |||||||||
1 | Total der qualitativ hochwertigen liquiden Aktiven (HQLA) | 7’453’644 | 7’462’535 | ||||||
Mittelabflüsse | |||||||||
2 | Einlagen von Privatkunden | 11’724’566 | 1’073’952 | 11’765’195 | 1’037’804 | ||||
3 | - Davon stabile Einlagen | 3’859’416 | 192’971 | 4’561’579 | 228’079 | ||||
4 | - Davon weniger stabile Einlagen | 7’865’150 | 880’981 | 7’203’617 | 809’726 | ||||
5 | Unbesicherte, von Geschäfts- oder Grosskunden bereitgestellte Finanzmittel | 5’689’260 | 3’906’805 | 5’432’203 | 3’620’573 | ||||
6 | - Davon operative Einlagen aller Gegenparteien und Einlagen beim Zentralinstitut von Mitgliedern eines Finanzverbundes | - | - | - | - | ||||
7 | - Davon nichtoperative Einlagen aller Gegenparteien | 5’689’260 | 3’906’805 | 5’432’203 | 3’620’573 | ||||
8 | - Davon unbesicherte Schuldverschreibungen | - | - | - | - | ||||
9 | Besicherte Finanzierungen von Geschäfts- oder Grosskunden und Sicherheitenswaps | - | - | ||||||
10 | Weitere Mittelabflüsse | 1’339’819 | 244’798 | 1’343’636 | 267’916 | ||||
11 | - Davon Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Derivatgeschäften und anderen Transaktionen | 141’265 | 120’027 | 141’357 | 120’419 | ||||
12 | - Davon Mittelabflüsse aus dem Verlust von Finanzierungsmöglichkeiten bei forderungsunterlegten Wertpapieren, gedeckten Schuldverschreibungen, sonstigen strukturierten Finanzierungsinstrumenten, forderungsbesicherten Geldmarktpapieren, Zweckgesellschaften, Wertpapierfinanzierungsvehikeln und anderen ähnlichen Finanzierungsfazilitäten | 667 | 667 | 25’333 | 25’333 | ||||
13 | - Davon Mittelabflüsse aus fest zugesagten Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 1’197’888 | 124’104 | 1’176’946 | 122’164 | ||||
14 | Sonstige vertragliche Verpflichtungen zur Mittelbereitstellung | 158’059 | 98’171 | 172’111 | 98’233 | ||||
15 | Sonstige Eventualverpflichtungen zur Mittelbereitstellung | 4’488’922 | 3’483 | 4’468’948 | 3’623 | ||||
16 | Total der Mittelabflüsse | 5’327’209 | 5’028’150 | ||||||
Mittelzuflüsse | |||||||||
17 | Besicherte Finanzierungsgeschäfte, wie Reverse-Repo-Geschäfte | - | - | - | - | ||||
18 | Zuflüsse aus voll werthaltigen Forderungen | 580’138 | 284’555 | 373’094 | 184’287 | ||||
19 | Sonstige Mittelzuflüsse | 23’137 | 23’137 | 42’969 | 42’969 | ||||
20 | Total der Mittelzuflüsse | 603’274 | 307’692 | 416’063 | 227’256 | ||||
Bereinigte Werte | |||||||||
21 | Total der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven (HQLA) | 7’453’644 | 7’462’535 | ||||||
22 | Total des Nettomittelabflusses | 5’019’517 | 4’800’894 | ||||||
23 | Quote für kurzfristige Liquidität LCR | 148.5% | 155.4% | ||||||
1Bei den Werten pro Quartal handelt es sich um die einfachen Durchschnitte gemäss den monatlichen Liquiditätsnachweisen (pro Quartal 3 Datenpunkte).
Qualitative Informationen zur Liquiditätsquote
- | Informationen über die Liquiditätsquote |
Die durchschnittlichen Werte der Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) lagen über alle Währungen betrachtet im 1. Quartal 2025 bei 151.4%, im 2. Quartal 2025 bei 148.3%, im 3. Quartal 2025 bei 148.5% und im 4. Quartal 2025 bei 155.4%. Die Durchschnitts-LCR eines Quartals ist definiert als Verhältnis des 3-Monats-Durchschnitts der HQLA im Zähler und des 3-Monats-Durchschnitts der Netto-Abflüsse im Nenner. Die monatlichen Werte der LCR lagen 2025 zwischen 136.0% und 163.6%. Somit lag die LCR jederzeit deutlich über der gesetzlichen Mindestquote von 100%. | |
- | Wesentliche Einflussfaktoren und deren Entwicklung |
Im Zähler der LCR war im Jahr 2025 der Umfang an flüssigen Mitteln (hauptsächlich Girokontobestand bei der SNB) massgebend für die Höhe der LCR. | |
Der Nenner der LCR (Nettomittelabflüsse) wird v.a. durch die gewichtete Summe der Abflüsse unbesicherter Einlagen von Banken und Geschäftskunden beeinflusst. | |
Die Höhe und auch die Veränderung der LCR-Übererfüllung werden hauptsächlich durch Geldmarktgeschäfte verursacht, deren Bestand und Fälligkeitsstruktur sich über die Zeit verändern. | |
- | Zusammensetzung der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven (HQLA) |
Die gewichteten HQLA Werte bestehen per Stichtag 31.12.2025 zu 80.5% aus Level-1-Aktiva. Diese bestehen grösstenteils aus Einlagen bei der Schweizerischen Nationalbank und Kassenbeständen (69.6%) sowie Level-1-Wertschriften, d. h. erstklassige Obligationen (10.9%). | |
Die 19.5% Level-2-Aktiva setzen sich ausschliesslich aus Pfandbrieftiteln der Schweizerischen Pfandbriefinstitute zusammen. | |
- | Konzentrationen von Finanzierungsquellen |
Die GKB strebt eine langfristig tragfähige und stabile Refinanzierung des Aktivgeschäfts an und refinanziert sich deshalb hauptsächlich über breit diversifizierte, stabile Kundeneinlagen und zusätzlich über Emissionen von Anleihen und Pfandbriefdarlehen am Kapitalmarkt. | |
Die Kundeneinlagen belaufen sich per 31.12.2025 auf 58.4% der Bilanzsumme. Der Anteil an Anleihen und Pfandbriefdarlehen an der Bilanzsumme beträgt 19.7%. | |
- | Sonstige Zu- oder Abflüsse mit bedeutendem Einfluss auf die Höhe der LCR |
Per 31.12.2025 liegen keine weiteren Zu- oder Abflüsse mit bedeutendem Einfluss auf die Höhe der LCR vor. | |
4. Kreditrisiko
4.1 Kreditrisiko: Kreditqualität der Aktiven (CR1) Konzern
in CHF 1'000 | |||||||||||
a | b | c | d | g | |||||||
Bruttobuchwerte von | Wertberichtigungen / Rückstellungen | Davon ECL-Wertberichtigungen / Rückstellungen für Kreditausfälle aus SA-BIZ-Positionen | Nettowerte (a + b – c) | ||||||||
ausgefallenen Positionen1 | nicht ausgefallen Positionen1 | Der Kategorie «Spezifisch» zugewiesen | |||||||||
1 | Forderungen, ausgenommen Schuldtitel | 326’494 | 25’264’467 | 433’553 | 433’553 | 25’157’408 | |||||
2 | Schuldtitel | - | 2’481’875 | - | - | 2’481’875 | |||||
3 | Ausserbilanzpositionen | 1’402 | 1’105’486 | 32’603 | 32’603 | 1’074’285 | |||||
4 | Total | 327’896 | 28’851’828 | 466’156 | 466’156 | 28’713’568 | |||||
1Informationen zur internen Ausfalldefinition finden sich im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung im Kapitel 4 «Erläuterung der angewandte Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs».
4.2 Kreditrisiko: Gesamtsicht der Risikominderungstechniken (CR3) Konzern
in CHF 1'000 | |||||||||||
a | b | c | d | e | |||||||
Unbesicherte Positionen zu Buchwerten1 | Besicherte Positionen zu Buchwerten | Davon: durch Sicherheiten besicherte Positionen | Davon: durch finanzielle Garantien besicherte Positionen | Davon: durch Kreditderivate besicherte Positionen | |||||||
1 | Ausleihungen, ausgenommen Schuldtitel | 24’489’199 | 668’209 | 489’912 | 178’297 | - | |||||
2 | Schuldtitel | 2’481’875 | - | - | - | - | |||||
3 | Total2 | 26’971’073 | 668’209 | 489’912 | 178’297 | - | |||||
4 | - Davon ausgefallen | 246’800 | 5’314 | 2’340 | 2’974 | - |
1Grundpfandgesicherte Positionen werden in Spalte a ausgewiesen, da diese nicht unter die Risikominderungstechniken gemäss Art. 61 ERV fallen.
2Die Ausleihungen und Schuldtitel werden nach Abzug von Wertberichtigungen (Bilanzwerte) dargestellt. Für weitere Informationen zu den Wertberichtigungsmethoden wird auf den Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung Kapitel 4 «Erläuterung der angewandten Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs» verwiesen.
4.3 Kreditrisiko: Positionen und Auswirkungen der Kreditrisikominderung nach dem SA-BIZ (CR4) Konzern
in CHF 1'000 / in % | |||||||||||||
a | b | c | d | e | f | ||||||||
Positionen vor Anwendung von Kreditumrechungsfaktoren (CCF) und vor Anwendung von Risikominderung (CRM) | Positionen nach Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren (CCF) und nach Anwendung von Risikominderung (CRM) | RWA | RWA-Dichte | ||||||||||
Positionsklasse | Bilanzwerte | Ausserbilanzwerte | Bilanzwerte | Ausserbilanzwerte | |||||||||
1 | Zentralregierungen, Zentralbanken und supranationale Organisationen | 8’189’387 | - | 8’218’457 | 173 | - | 0.0% | ||||||
2 | Öffentlich-rechtliche Körperschaften | 1’037’235 | 382’007 | 1’152’818 | 41’662 | 455’011 | 38.1% | ||||||
3 | Multilaterale Entwicklungsbanken | 29’015 | - | 29’015 | - | - | 0.0% | ||||||
4 | Banken | 95’069 | - | 75’328 | 5’106 | 29’809 | 37.1% | ||||||
5 | Gedeckte Schuldverschreibungen | 1’769’280 | - | 1’769’280 | - | 176’928 | 10.0% | ||||||
- Davon: Schweizer Pfandbriefe | 1’769’280 | - | 1’769’280 | - | 176’928 | 10.0% | |||||||
6 | Unternehmen | 1’934’966 | 1’037’816 | 1’710’360 | 306’816 | 1’897’808 | 94.1% | ||||||
- Davon: nicht kontoführende Wertpapierhäuser und andere Finanzinstitute, soweit nicht in Zeile 4 erfasst | 102’982 | 40’426 | 8’825 | 9’572 | 16’557 | 90.0% | |||||||
7 | Nachrangige Anleihen und Instrumente mit Beteiligungscharakter | 48’624 | - | 48’624 | - | 92’386 | 190.0% | ||||||
8 | Retail | 478’418 | 893’904 | 219’519 | 158’599 | 294’443 | 77.9% | ||||||
9 | Direkt und indirekt grundpfandgesicherte Positionen | 22’030’480 | 1’172’515 | 21’904’531 | 126’438 | 9’374’358 | 42.6% | ||||||
- Davon: Selbstgenutzte Wohnliegenschaften | 11’275’899 | 244’038 | 11’166’970 | 24’665 | 3’177’219 | 28.4% | |||||||
- Davon: Übrige Wohnliegenschaften | 7’520’418 | 577’295 | 7’510’273 | 57’577 | 3’573’045 | 47.2% | |||||||
- Davon: Selbstgenutzte Gewerbeliegenschaften | 1’505’146 | 207’830 | 1’499’516 | 29’787 | 1’158’078 | 75.7% | |||||||
- Davon: Übrige Gewerbeliegenschaften | 1’729’017 | 143’353 | 1’727’772 | 14’409 | 1’466’015 | 84.1% | |||||||
- Davon: Baukredite und Kredite für Bauland | 830’555 | 285’711 | 822’480 | 28’518 | 616’128 | 72.4% | |||||||
10 | Ausgefallene Positionen | 254’767 | 22’736 | 249’453 | 3’666 | 364’325 | 143.9% | ||||||
11 | Übrige Positionen | 251’093 | 73’992 | 251’093 | 73’992 | 266’376 | 81.9% | ||||||
12 | Total | 36’118’336 | 3’582’970 | 35’628’477 | 716’451 | 12’951’443 | 35.6% | ||||||
4.4 Kreditrisiko: Positionen nach Positionsklassen und Risikogewichtung nach dem SA-BIZ (CR5) Konzern
Detaillierte Darstellung der Positionen nach Risikogewichtung und Positionsklassen
in CHF 1'000 | |||||||||||||||||||||
a | b | c | d | e | f | g | h | i | j | ||||||||||||
Positionsklasse / Risikogewichtung (%) | 0, 10, 15 | 20, 25 | 30, 35 | 40, 45, 50, 55 | 60, 70, 75, 80, 85 | 90, 100, 110, 115 | 130, 150, 250 | 400 | 1250 | Total der Kreditrisikopositionen nach Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren und risikomindernden Massnahmen | |||||||||||
1 | Zentralregierungen, Zentralbanken und supranationale Organisationen | 8’218’629 | - | - | - | - | 8’218’629 | ||||||||||||||
2 | Öffentlich-rechtliche Körperschaften | 729’607 | 311’566 | 153’306 | - | 1’194’479 | |||||||||||||||
3 | Multilaterale Entwicklungsbanken | 29’015 | - | - | - | - | - | 29’015 | |||||||||||||
4 | Banken | 16’139 | 55’428 | - | 7’049 | - | 1’817 | 80’434 | |||||||||||||
5 | Gedeckte Schuldverschreibungen | 1’769’280 | - | - | - | - | 1’769’280 | ||||||||||||||
- Davon: Schweizer Pfandbriefe | 1’769’280 | 1’769’280 | |||||||||||||||||||
6 | Unternehmen | 44’236 | - | - | 1’972’939 | - | 2’017’176 | ||||||||||||||
- Davon: nicht kontoführende Wertpapierhäuser und andere Finanzinstitute, soweit nicht in Zeile 4 erfasst | - | - | - | 18’397 | - | 18’397 | |||||||||||||||
7 | Nachrangige Anleihen und Instrumente mit Beteiligungscharakter | 48’866 | - | - | 48’866 | ||||||||||||||||
8 | Retail | - | 340’833 | 37’044 | 377’876 | ||||||||||||||||
9 | Direkt und indirekt grundpfandgesicherte Positionen | - | 6’313’132 | 8’525’756 | 2’680’707 | 2’903’352 | 1’388’784 | 219’236 | 22’030’968 | ||||||||||||
- Davon: Selbstgenutzte Wohnliegenschaften1 | - | 6’312’885 | 4’613’075 | 258’108 | 6’405 | 1’162 | - | 11’191’634 | |||||||||||||
- Davon: Übrige Wohnliegenschaften | 3’912’681 | 2’422’408 | 910’944 | 155’895 | 165’921 | 7’567’850 | |||||||||||||||
- Davon: Selbstgenutzte Gewerbeliegenschaften2 | - | 248 | - | 191 | 880’632 | 648’233 | - | 1’529’303 | |||||||||||||
- Davon: Übrige Gewerbeliegenschaften | 1’105’372 | 583’494 | 53’315 | 1’742’181 | |||||||||||||||||
- Davon: Baukredite und Kredite für Bauland3 | 152’984 | 129’340 | 282’324 | ||||||||||||||||||
10 | Ausgefallene Positionen | 32’373 | 220’746 | 253’119 | |||||||||||||||||
11 | Übrige Positionen | 60’997 | - | 262’563 | 1’525 | 325’085 | |||||||||||||||
12 | Total | 10’077’921 | 7’103’114 | 8’581’185 | 2’992’273 | 3’251’234 | 3’847’010 | 492’190 | - | - | 36’344’928 |
1Die Zeile umfasst auch Baukredite und Kredite für Bauland für selbstgenutzte Wohnliegenschaften nach Artikel 72e Absatz 2 ERV.
2Die Zeile umfasst auch Baukredite und Kredite für Bauland für selbstgenutzte Gewerbeliegenschaften nach Artikel 72e Absatz 4 ERV.
3Die Zeile umfasst Baukredite und Kredite für Bauland für nicht selbstgenutzte Liegenschaften nach Artikel 72e Absätze 3 und 5 ERV.
Darstellung der Positionen und der angewendeten Kreditumrechnungsfaktoren nach Risikogewichtung
in CHF 1'000 | |||||||||
a | b | c | d | ||||||
Risikogewicht | Bilanzpositionen | Ausserbilanzpositionen vor Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren | Gewichteter durchschnittlicher Kreditumrechnungsfaktor 1 | Total der Kreditrisikopositionen nach Anwendung von Kreditumrechnungsfaktoren und risikomindernden Massnahmen | |||||
1 | Weniger als 40 Prozent | 25’665’205 | 607’302 | 16.0% | 25’762’220 | ||||
2 | 40–70 Prozent | 5’663’670 | 679’883 | 11.5% | 5’741’825 | ||||
3 | 75 Prozent | 331’860 | 757’693 | 19.7% | 481’020 | ||||
4 | 85 Prozent | 18’367 | 21’900 | 10.5% | 20’663 | ||||
5 | 90–100 Prozent | 3’416’728 | 1’276’781 | 29.5% | 3’792’984 | ||||
6 | 105–130 Prozent | 53’541 | 4’856 | 10.0% | 54’026 | ||||
7 | 150 Prozent | 428’957 | 116’719 | 11.2% | 442’041 | ||||
8 | 250 Prozent | 50’149 | - | 0.0% | 50’149 | ||||
9 | 400 Prozent | - | - | - | - | ||||
10 | 1250 Prozent | - | - | - | - | ||||
11 | Total | 35’628’477 | 3’465’134 | 36’344’928 |
1Die Gewichtung basiert auf der Ausserbilanzposition vor Anwendung des Kreditumrechnungsfaktors.
5. Zinsrisiken
5.1 Zinsrisiken: Ziele und Richtlinien für das Management des Bankenbuchs (IRRBBA) Konzern1
a) | Definition Zinsrisiken im Bankenbuch (IRRBB) zum Zwecke der Risikosteuerung und -messung |
Die Zinsrisiken im Bankenbuch (IRRBB) umfassen folgende Risiken: | |
• Das Zinsneufestsetzungsrisiko ergibt sich aus einer zeitlichen Inkongruenz zwischen dem Repricing von Aktiven, Passiven und Ausserbilanzpositionen. | |
• Das Basisrisiko ergibt sich aus unterschiedlichen Zinskurven, die für das Repricing von Aktiven, Passiven und Ausserbilanzpositionen zur Anwendung kommen. | |
• Das Optionsrisiko ergibt sich aus Optionalitäten, die von der Bank und/oder den Kunden bzw. Gegenparteien ausgeübt werden können.2 | |
b) | Strategie zur Steuerung des IRRBB |
Grundlage der IRRBB-Steuerung ist die Festlegung einer langfristigen Anlagestrategie für das Eigenkapital als Residualgrösse der Zinsbindungsbilanz. Das Ziel dieser Anlagestrategie ist die Erwirtschaftung eines Strukturbeitrags, welcher die aktiv- und passivseitigen Konditionenbeiträge optimal ergänzt und damit zu einer Optimierung der laufenden und zukünftigen Gesamtbank-Zinsergebnisse (Net interest income - NII) beiträgt. Die Anlagestrategie wird auf der Basis von NII-Simulationen über mehrere 5-jährige Zinsszenarien festgelegt und jährlich überprüft. Diese Zinsszenarien decken einen breiten Fächer von stark sinkenden bis zu stark steigenden Zinsen ab, so dass sich allfällige IRRBB-Risiken über den simulierten Zeithorizont im NII niederschlagen. | |
c) | Periodizität der Berechnung und Beschreibung der IRRBB-Messgrössen |
Als Zinsrisikotoleranz legt der Bankrat für die Barwert-Sensitivität (∆EVE, d.h. Eigenkapital-Barwertveränderung bei FINMA-Zinsshift Parallel-Up im Verhältnis zum Tier-1 Kapital) eine Maximal- und Minimal-Limite fest, welche monatlich gemessen und rapportiert wird. | |
d) | Zinsstress- und Zinsschock-Szenarien |
Als Zinsstress-Szenarien für NII-Simulationen kommen mehrere 5-jährige Szenarien zur Anwendung, welche einen breiten Fächer von stark sinkenden (negativer Stress) bis zu stark steigenden Zinsen (positiver Stress) abdecken. Als Zinsschock-Szenarien für ∆EVE-Berechnungen kommen die sechs aufsichtsrechtlichen Szenarien und weitere interne, historische und hypothetische Szenarien zur Anwendung. | |
e) | Abweichende Modellannahmen |
Hinsichtlich der ∆EVE-Berechnungen gibt es keine Abweichungen zwischen den internen Berechnungen und denjenigen gemäss Tabelle IRRBB1. Auf Grund der teilweise praxisfremden Vorgaben zur NII-Berechnung gemäss Tabelle IRRBB1 (v.a. konstante Bilanzstruktur, konstante Gewinnmarge als Komponente der Kundenkondition) werden für die internen NII-Berechnungen abweichende Modellannahmen verwendet. | |
f) | Steuerung des IRRBB |
Die Anlagestrategie wird durch den Fachausschuss Bilanzstrukturrisiken (ALCO) mittels bilanzwirksamen Instrumenten (z.B. Finanzanlagen, Anleihen, etc.) und/oder mittels Derivaten (v.a. Interest Rate Swaps, Devisenswaps) laufend umgesetzt. Auf taktische Abweichungen wird im Laufzeitenbereich > 5 Jahre weitgehend verzichtet. Der Zinserfolg der eingesetzten Derivate wird mittels Hedge Accounting vom Handelserfolg in den Zinserfolg umgebucht, siehe Geschäftsbericht3. | |
g) | Wesentliche Modellierungs- und Parameterannahmen |
1-3) | Zur Berechnung der Zahlungsströme der einzelnen Kontrakte bzw. Transaktionen werden die vereinbarten Zinssätze unter Berücksichtigung der exakten (Rest-)Laufzeit verwendet. Zahlungsströme in CHF werden mit den IRS-Sätzen vs. SARON, Zahlungsströme in EUR mit IRS-Sätzen vs. ESTR und übrige Zahlungsströme in Fremdwährung mit IRS-Sätzen vs. SOFR abdiskontiert. |
4) | Die Bestimmung der Änderung der zukünftigen Erträge in Tabelle IRRBB1 erfolgt gemäss den Erläuterungen zur Offenlegung (Tabelle IRRBB1) bzw. zur Zinsrisikomeldung (ZIR_U) der SNB bzw. FINMA. |
5) | Die variablen Positionen werden mittels Replikations-Portfolios abgebildet. Bei den Kundeneinlagen auf Sicht erfolgt dabei als erstes eine Differenzierung zwischen stabilen und instabilen Einlagen. In einem zweiten Schritt erfolgt die Unterscheidung der stabilen Einlagen in Core und Non-Core. Der Core wird langfristig, überjährig repliziert und der Non-Core und das instabile Volumen werden kurzfristig, unterjährig repliziert. |
6) | Ordentliche, zukünftige Amortisationen auf festverzinslichen Kundenausleihungen werden in der Zinsrisikomessung erfasst. Bei ausserordentlichen Amortisationen auf festverzinslichen Kundenausleihungen ist eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig, weshalb solche Rückzahlungsoptionen in der Zinsrisikomessung nicht zu berücksichtigen sind. |
7) | Bei ausserordentlichen Abzügen von festverzinslichen Kundeneinlagen ist eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig, weshalb solche Abzugsoptionen in der Zinsrisikomessung nicht zu berücksichtigen sind. |
8) | Automatische, verhaltensunabhängige Zinsoptionen im Bankenbuch sind unwesentlich und werden deshalb in der Zinsrisikomessung nicht erfasst. |
9) | Lineare Derivate (v.a. Interest Rate Swaps, Devisenswaps) werden zur Zinsrisiko-Steuerung eingesetzt. Nicht-lineare Derivate im Bankenbuch sind unwesentlich und werden deshalb in der Zinsrisikomessung nicht erfasst. |
10) | Für die Währungen CHF, EUR und USD kommen die jeweiligen, vorgegebenen Zinsschock-Szenarien zur Anwendung. Für die übrigen Währungen kommt das ETC-Zinsschock-Szenario zur Anwendung. |
1Die Kommentare beziehen sich auf das Stammhaus.
2Das grösste Optionsrisiko beinhalten aktuell die Kundeneinlagen auf Sicht.
3Siehe nachfolgenden Link:
5.2 Zinsrisiken: quantitative Informationen zur Positionsstruktur und Zinsneufestsetzung (IRRBBA1) Konzern1
Volumen in CHF Mio.2 | Durchschnittliche Zinsneufestsetzungsfrist (in Jahren)2 | Maximale Zinsneufestsetzungsfrist (in Jahren) für Positionen mit modellierter (nicht deterministischer) Bestimmung des Zinsneufestsetzungsdatums | ||||||||||||
Total | Davon CHF | Davon andere wesentliche Währungen, die mehr als 10 % der Vermögenswerte oder Verpflichtungen der Bilanzsumme ausmachen | Total | Davon CHF | Total | Davon CHF | ||||||||
Bestimmtes Zinsneufestsetzungsdatum | ||||||||||||||
Forderungen gegenüber Banken | - | - | - | - | - | |||||||||
Forderungen gegenüber Kunden | 2’886 | 2’286 | - | 2.02 | 2.00 | |||||||||
Geldmarkthypotheken | 4’957 | 4’957 | - | 0.02 | 0.02 | |||||||||
Festhypotheken | 18’468 | 18’468 | - | 3.60 | 3.60 | |||||||||
Finanzanlagen | 2’645 | 2’645 | - | 6.78 | 6.78 | |||||||||
Übrige Forderungen | - | - | - | - | - | |||||||||
Forderungen aus Zinsderivaten3 | 7’185 | 6’145 | - | 5.32 | 6.21 | |||||||||
Verpflichtungen gegenüber Banken | 4’502 | 4’172 | - | 0.11 | 0.11 | |||||||||
Verpflichtungen aus Kundeneinlagen | 1’216 | 807 | - | 0.64 | 0.88 | |||||||||
Kassenobligationen | - | - | - | - | - | |||||||||
Anleihen und Pfandbriefdarlehen | 7’943 | 7’943 | - | 7.94 | 7.94 | |||||||||
Übrige Verpflichtungen | - | - | - | - | - | |||||||||
Verpflichtungen aus Zinsderivaten3 | 6’769 | 6’583 | - | 0.87 | 0.82 | |||||||||
Unbestimmtes Zinsneufestsetzungsdatum4 | ||||||||||||||
Forderungen gegenüber Banken | 58 | 3 | - | 0.08 | 0.08 | |||||||||
Forderungen gegenüber Kunden | 244 | 240 | - | 0.25 | 0.25 | |||||||||
Variable Hypothekarforderungen | 64 | 64 | - | 0.25 | 0.25 | |||||||||
Übrige Forderungen auf Sicht | - | - | - | - | - | |||||||||
Verpflichtungen auf Sicht in Privatkonti und Kontokorrentkonti | 11’162 | 10’673 | - | 1.89 | 1.91 | |||||||||
Übrige Verpflichtungen auf Sicht | 1’225 | 1’170 | - | 0.07 | 0.07 | |||||||||
Verpflichtungen aus Kundeneinlagen, kündbar aber nicht übertragbar (Spargelder) | 7’127 | 6’931 | - | 1.48 | 1.48 | |||||||||
Total | 2.21 | 2.21 | ||||||||||||
1Die Zahlen entsprechen den Werten des Stammhauses.
2Als Basis der Angaben dienen die an die Schweizer Nationalbank übermittelten Daten der Zinsrisikomeldung.
3Zinsderivate werden in Zahler und Empfänger aufgeteilt. Entsprechend werden diese sowohl bei den Forderungen als auch Verpflichtungen aus Zinsderivaten ausgewiesen.
4Die Spalte «Durchschnittliche Zinsneufestsetzungsfrist (in Jahren)» bestimmt sich aus der modellmässigen Abbildung.
5.3 Zinsrisiken: Quantitative Informationen zum Barwert und Zinsertrag (IRRBB1) Konzern1
in CHF 1'000 | ||||||||
∆EVE (Änderung des Barwerts) | ∆NII (Änderung des Ertragswerts) | |||||||
31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |||||
Parallelverschiebung nach oben | –379’897 | –394’471 | 32’828 | 31’094 | ||||
Parallelverschiebung nach unten | 541’457 | 548’852 | 129’940 | 124’036 | ||||
Steepener-Schock2 | –72’103 | –81’991 | ||||||
Flattener-Schock3 | 15’115 | 21’230 | ||||||
Anstieg kurzfristiger Zinsen | –119’559 | –119’849 | ||||||
Sinken kurzfristiger Zinsen | 186’391 | 182’481 | ||||||
Maximum | –379’897 | –394’471 | 32’828 | 31’094 | ||||
Periode | 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||||||
Kernkapital (Tier 1) | 2’878’748 | 2’833’566 | ||||||
1Die Zahlen entsprechen den Werten des Stammhauses.
2Sinken der kurzfristigen Zinsen in Kombination mit Anstieg der langfristigen Zinsen.
3Anstieg der kurzfristigen Zinsen in Kombination mit Sinken der langfristigen Zinsen.
Detaillierte Informationen zur Bedeutung der ausgewiesenen Werte sind im Offenlegungsbericht im Kapitel 5.1 «Zinsrisiken: Ziele und Richtlinien für das Zinsrisikomanagement des Bankenbuchs (IRRBBA) Konzern», Buchstabe g), Ziffer 1-10 ersichtlich.
6. Operationelle Risiken: qualitative Angaben zum Management der operationellen Risiken (ORA) Konzern
Die qualitativen Angaben zum Management der operationellen Risiken und weitere Informationen zum Umgang mit operationellen Risiken finden sich in Kapitel 3.6 «Operationelle Risiken» im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung.
7. Grundlegende aufsichtsrechtliche Kennzahlen (KM1) Stammhaus
in CHF 1'000 | |||||||
a | c | e | |||||
31.12.2025 | 30.06.2025 | 31.12.2024 | |||||
Anrechenbare Eigenmittel | |||||||
1 | Hartes Kernkapital (CET1) | 2’878’748 | 2’851’336 | 2’833’566 | |||
2 | Kernkapital (Tier 1) | 2’878’748 | 2’851’336 | 2’833’566 | |||
3 | Gesamtkapital total | 2’878’748 | 2’851’336 | 2’833’566 | |||
Nach Risiko gewichtete Positionen (RWA) | |||||||
4 | RWA | 14’383’776 | 14’695’464 | 14’971’452 | |||
4a | Mindesteigenmittel gemäss FINMA-Rundschreiben 2016/1 | n.v. | n.v. | 1’197’716 | |||
Risikobasierte Kapitalquoten (% der RWA) | |||||||
5 | CET1-Quote | 20.0% | 19.4% | 18.9% | |||
6 | Kernkapitalquote | 20.0% | 19.4% | 18.9% | |||
7 | Gesamtkapitalquote | 20.0% | 19.4% | 18.9% | |||
CET1-Pufferanforderungen (% der RWA) | |||||||
8 | Eigenmittelpuffer nach dem Basler Mindeststandard (2.5%) | 2.5% | 2.5% | 2.5% | |||
11 | Gesamte Pufferanforderungen in CET1-Qualität (Zeilen 8 + 9 + 10) | 2.5% | 2.5% | 2.5% | |||
12 | Verfügbares CET1 zur Erfüllung der Pufferanforderungen (Zeile 11), nach Abzug von CET1 zur Erfüllung der Mindestanforderungen und ggf. zur Erfüllung von Anforderungen an die gesamte Verlusttragfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, TLAC) | 12.0% | 11.4% | 10.9% | |||
Kapitalzielquoten nach Anhang 8 ERV (% der RWA) | |||||||
12a | Eigenmittelpuffer nach Anhang 8 ERV | 4.0% | 4.0% | 4.0% | |||
12b | Antizyklische Puffer (Art. 44 und 44a ERV) | 1.2% | 1.2% | 1.1% | |||
12c | CET1-Zielquote nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach den Artikeln 44 und 44a ERV | 9.0% | 9.0% | 8.9% | |||
12d | Tier-1-Zielquote nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach den Artikeln 44 und 44a ERV | 10.8% | 10.8% | 10.7% | |||
12e | Gesamtkapital-Zielquote nach Anhang 8 ERV zuzüglich der antizyklischen Puffer nach den Artikeln 44 und 44a ERV | 13.2% | 13.2% | 13.1% | |||
Leverage Ratio nach dem Basler Mindeststandard | |||||||
13 | Gesamtengagement (LRD) | 36’842’952 | 35’335’156 | 35’898’537 | |||
14 | Leverage Ratio, ausgedrückt als Tier 1 in % des LRD, einschliesslich der Auswirkung einer vorübergehenden Ausnahme von Zentralbankguthaben | 7.8% | 8.1% | 7.9% | |||
14e | Mindesteigenmittel (Art. 42 ERV) | 1’150’702 | 1’175’637 | n.v. | |||
Quote für kurzfristige Liquidität (Liquidity Coverage Ratio, LCR)1 | |||||||
15 | Zähler der LCR: Total der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven2 | 7’045’671 | 5’977’235 | 6’484’920 | |||
16 | Nenner der LCR: Total des Nettomittelabflusses3 | 5’004’669 | 4’502’778 | 4’540’468 | |||
17 | LCR4 | 140.8% | 132.7% | 142.8% | |||
Finanzierungsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR) | |||||||
18 | Verfügbare stabile Finanzierung | 26’018’533 | 25’672’385 | 25’441’140 | |||
19 | Erforderliche stabile Finanzierung | 20’443’547 | 20’425’711 | 19’312’787 | |||
20 | NSFR | 127.3% | 125.7% | 131.7% |
1Bei den Werten handelt es sich um die einfachen Durchschnitte gemäss den monatlichen Liquiditätsnachweisen des Berichtsquartals (3 Datenpunkte).
2Quartalswerte: 30.09.2025: TCHF 7'051'968; 31.03.2025: TCHF 6'608'832
3Quartalswerte: 30.09.2025: TCHF 5'222'097; 31.03.2025: TCHF 4'711'123
4Quartalswerte: 30.09.2025: 135.0%; 31.03.2025: 140.3%