Metriken, Zielerreichung und Massnahmen
Für die betrieblichen THG-Emissionen sowie die THG-Emissionen im Bereich der finanzierten Wohnimmobilien hat die GKB wissenschaftsbasierte Ziele definiert. Für das Anlageportfolio hat sich die GKB ein Engagement-Ziel gesetzt. Wie die Bank diese Ziele erreichen möchte, zeigen der Transitionsplan und der Absenkpfad.
Im Hinblick auf die Umsetzung hat sich die GKB im Berichtsjahr wiederum intensiv mit dem Messen der betriebseigenen und der finanzierten THG-Emissionen auseinandergesetzt sowie möglichst entsprechende Massnahmen zur Reduktion der THG-Emissionen ausgearbeitet. Nachfolgend werden die konkreten Fortschritte und Kennzahlen für das Berichtsjahr 2025 dargestellt.
Chancen- und Risikomanagement
Im Rahmen des Finanzierungsgeschäfts der GKB ergeben sich aus den Auswirkungen des Klimawandels sowohl Risiken als auch Chancen. Die Bank hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Aspekte systematisch zu identifizieren, zu bewerten und in die Geschäftsstrategie zu integrieren. Die Zunahme von Überschwemmungen, Murgängen und anderen klimabedingten Naturereignissen stellt ein Risiko für die finanzierten Objekte dar. 2024 hat die GKB ihr Portfolio erstmals einer Beurteilung basierend auf der Gefahrenkarte des Kantons unterzogen. Die Analyse deckt rund 90% des Immobilienportfolios ab und berücksichtigt die Naturgefahren Rutschung, Lawinen, Steinschlag/Felssturz, Hochwasser, Sturm, Hagel, Oberflächenabfluss und Erdbeben gemäss Gefahrenkarte. Die grösste Gefahr für das Portfolio der GKB geht von Hochwasser aus. Dennoch ist dies nur als mittlere Gefährdung zu klassifizieren. Die Daten werden auf jährlicher Basis ins System eingespielt und aktualisiert.
Die Einführung höherer CO2-Abgaben könnte sich negativ auf die Unterhaltskosten der finanzierten Immobilien sowie die Fixkosten der Geschäftskunden auswirken. Um die potenziellen finanziellen Auswirkungen zu messen, verfolgt die GKB die Entwicklung der CO2-Besteuerung und führte im Jahr 2024 Szenarioanalysen durch (vgl. Kapitel «Auswirkungen der Klimarisiken auf das Kreditrisiko»). Ziel ist es, die Exponierung gegenüber emissionsintensiven Sektoren zu reduzieren, um das Kreditrisiko zu minimieren.
Änderungen in der Gesetzgebung bezüglich Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimaschutz können zusätzliche Anforderungen an die Kreditvergabe stellen. Die GKB verfolgt und überwacht die gesetzlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich und reagiert darauf, indem sie ihre Prozesse und Produkte laufend anpasst.
Der Klimawandel birgt jedoch nicht nur Risiken, sondern eröffnet der GKB auch vielfältige Chancen. Die zunehmende Bedeutung energieeffizienter Immobilien schafft ein wachsendes Marktpotenzial, insbesondere im Bereich der Finanzierung klimafreundlicher Projekte.