Transitionsplan

Als übergeordnetes Ziel orientiert sich die GKB zur Erreichung von Netto-Null bis 2050 am Pariser Klimaabkommen (siehe Abschnitt «Übergeordnete Netto-Null-Ziele»). Der nachfolgende Transitionsplan operationalisiert dieses übergeordnete Ziel durch konkrete (Zwischen-)Ziele für die Jahre 2030 bzw. 2035 und die Grundrichtung der Massnahmen zur Verringerung der THG-Emissionen.

Betriebsökologie (Scope 1, 2 und 3 Kat. 1–14)

Für die Betriebsökologie wurden im Jahr 2025 neue Nachhaltigkeitsziele definiert.

Treibhausgasemissionen

Im Bereich der Treibhausgasemissionen verfolgt die GKB-Finanzgruppe ambitionierte Reduktionsziele für die verschiedenen Emissionskategorien (Scope 1, 2 und 3), die sich an international anerkannten Standards orientieren. Die Zielwerte gelten bis 2035, wobei Zwischenziele bis 2030 definiert wurden:

1 ohne Erstellung und Rückbau Gebäude

Insgesamt verfolgt die GKB das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2035 um 37% zu reduzieren.

Die GKB verfolgt ein Netto-Null Ziel. Im Umfang der nicht reduzierbaren Emissionen aus Scope 1, 2 und 3 werden Zertifikate erworben und damit hochwertige Schweizer Klimaschutzprojekte gefördert.

Betriebliche Energieeffizienz

Die GKB-Finanzgruppe strebt an, bis 2035 mindestens 90% ihres Energiebedarfsfür den Gebäudebetrieb (Wärme und Strom) aus erneuerbaren Quellen zu decken. Dies entspricht einer Verbesserung um rund 10% gegenüber dem aktuellen Stand von rund 80%. Das Zwischenziel für den Anteil erneuerbarer Energie für 2030 ist 82%2.

Primärenergie
2 Das Zwischenziel für 2030 ist bei 82% angesetzt, da Umstellungen bei Heizquellen in Gebäuden langfristige Projekte sind.

Ressourceneffizienz

Die GKB-Finanzgruppe will ihren Papierverbrauch bis 2035 um weitere 50% reduzieren. Als Zwischenziel wird eine Reduktion um 25% bis 2030 verfolgt.

Biodiversität

Die GKB-Finanzgruppe verpflichtet sich zur ökologischen Aufwertung aller eigenen Liegenschaften im Sinne der Biodiversitätsförderung bis 2035. Als Zwischenziel sollen bis 2030 bei mindestens 20% der eigenen Liegenschaften entsprechende Massnahmen umgesetzt sein.

Finanzierte Emissionen (Scope 3 Kat. 15)

Finanzierungsgeschäft

Bei der Dekarbonisierung der THG-Emissionen (Scope 3, Kategorie 15) des Finanzierungsportfolios steht für die GKB die Sensibilisierung der Kundinnen und Kunden im Zentrum. Die Hypothekarberaterinnen und Hypothekarberater der GKB sprechen Nachhaltigkeitsthemen gezielt an und beraten Kundinnen und Kunden bei Fragen zu energetischen Sanierungen ganzheitlich. Seit 2022 läuft der Aktionsplan Green Deal des Kantons Graubünden. Kundinnen und Kunden, die ihre Wohnliegenschaft im Kanton Graubünden sanieren, können mit dem Green Deal von erhöhten Fördermitteln des Kantons und einem attraktiven Dienstleistungsangebot der GKB profitieren. Mit der Lancierung der neuen Verda-Hypothek per 1. November 2025 setzt die GKB ein Zeichen, Kundinnen und Kunden nicht nur umfassend zum Thema energetische Sanierung zu beraten, sondern auch attraktive Konditionen für Sanierungsaktivitäten zu offerieren. Im Firmenkundengeschäft ist die Rolle der GKB vielmehr als Vermittlerin zu verstehen. Dabei soll das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gefördert werden, vor allem bei den KMU im Kanton Graubünden. Mithilfe eines Tools, das der Kundschaft seit dem Berichtsjahr zur Verfügung steht, können sich die KMU im Bereich Nachhaltigkeit selbst einschätzen und erhalten Lösungsvorschläge. Diese Bemühungen sollen dabei helfen, die gute Marktpositionierung der GKB zu stärken.

Der im Jahr 2024 erstellte Absenkpfad für das Wohnimmobilienportfolio orientiert sich – wie von der Verordnung über die Berichterstattung über Klimabelange gefordert – an der Schweizer Klimastrategie. Diese sieht vor, dass der Gebäudepark der Schweiz 2050 netto keine Treibhausgase mehr verursacht. 2030 soll das Wohnbauportfolio1 der GKB 39% weniger CO2e ausstossen als noch 2023. Wesentliche Treiber für die Erreichung dieses Ziels sind energetische Sanierungen des bestehenden Portfolios sowie ein klimaverträgliches Neugeschäft (Neubauten und Handänderungen mit Sanierungen).

1 Das Wohnbauportfolio umfasst selbstgenutzte und vermietete Wohnliegenschaften (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Stockwerkeigentum).

Anlagegeschäft

Im Anlagegeschäft orientiert sich die GKB am Net Zero Investment Framework (NZIF) der Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC). Seit dem 1. Januar 2025 gilt für die eigenen Aktien- und Anleihefonds ein Engagement-Ziel, das auf die Reduktion der finanzierten Emissionen (Scope 1 und 2) ausgerichtet ist, sofern diese Bewertung methodisch möglich ist. Bis 2030 sollen 80% der finanzierten Emissionen solcher Portfolios nur noch in Unternehmen investiert sein, die entweder bereits auf einen wissenschaftsbasierten Netto-Null-Pfad ausgerichtet sind oder für die entsprechende Engagement-Aktivitäten durchgeführt werden. Ebenso entlang den NZIF-Empfehlungen werden bis 2026 erste Alignment-Ziele erarbeitet, um – unabhängig von Engagement – vermehrt Anlagen in Unternehmen mit wissenschaftsbasierten Netto-Null-Strategien zu fördern.

Die Reduktion der Emissionen erfolgt auf Basis der Engagement- und Alignment-Aktivitäten indirekt. Investitionen in Transformationskandidaten bleiben möglich. Damit möchte die GKB im Rahmen ihrer Möglichkeiten die reale Transformation von Unternehmen fördern. Für Anlageklassen wie Staatsanleihen, Währungen oder Rohstoffe erfolgt keine Steuerung über finanzierte Emissionen.

Zur Umsetzung ihrer Engagement-Strategie arbeitet die Bank mit Ethos Services SA zusammen, die im Namen der GKB den Dialog mit Schweizer und internationalen Unternehmen zu Themen wie Klimaschutz, Biodiversität, Arbeitsbedingungen, Menschenrechten und Corporate Governance führt. Zudem ist die Bank Mitglied der Initiative Climate Action 100+, die die weltweit grössten Treibhausgasemittenten adressiert.

Die GKB verfolgt im Anlagegeschäft einen graduellen, wissenschaftsbasierten Übergangsprozess, der sich am Net Zero Investment Framework (NZIF) der Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC) orientiert. Ziel ist es, die reale Transformation von Unternehmen zu fördern. Die Bank konzentriert sich auf die indirekte Reduktion der finanzierten Emissionen durch glaubwürdige Engagement- und Alignment-Aktivitäten. Investitionen in Transformationskandidaten bleiben möglich, sofern diese überprüfbare Strategien zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen verfolgen.

Zur Identifikation von Emittenten mit erhöhtem Klimarisiko sowie zur Beurteilung der Netto-Null-Pfade von Unternehmen stützt sich die Bank auf Daten von MSCI ESG, ergänzt um qualitative Analysen. Die Fortschritte werden regelmässig überprüft und bewertet. Mittelfristig sollen für relevante Anlagekategorien Zwischenziele definiert und Absenkpfade im Einklang mit internationalen Best Practices entwickelt werden.

Operationale Zwischenziele für die direkten oder indirekten THG-Emissionen

Bereich

KPI

Operationale Ziele

Basisjahr

Reduktion THG-Emissionen im Betrieb Total Scope 1, 2 und 3 (Kat. 1-14)

Reduktion der absoluten THG-Emissionen (t CO2e) gemäss Zielpfad im Vergleich zum Basisjahr 2024

Zielwert 2030

Zielwert 2035

2024

–15%

–37%

Scope 1

–40%

–100%

Scope 2

–12%

–33%

Scope 3, Kat. 1-14

–14%

–33%

Reduktion der THG-Emissionen Scope 3, Kat. 15: Wohnimmobilien

Reduktion der Emissionsintensität (kg CO2e pro m2) des Portfolios gemäss Zielpfad im Vergleich zum Basisjahr

–39%

2023

Erreichung der Zielvorgaben des Pariser Klimaabkommens im Finanzanlagenportfolio

KPI wird in den kommenden Jahren definiert

Zielwert in Ausarbeitung

n.v.

Erreichung der Zielvorgaben des Pariser Klimaabkommens im Anlageportfolio

Mindestanteil an finanzierten Emissionen von investierten Unternehmen, die aligned oder engaged sind (gemessen an den finanzierten Emissionen Scope 1 und 2)1

min. 80%

2024

Alignment Ziel für eigene Fonds und Vermögensverwaltung wird in den nächsten Jahren definiert

Zielwert in Ausarbeitung

n.v.

1Ziel ist gültig für eigene Aktien- und Anleihefonds. Die darin getätigten direkten Investments sind entweder bereits auf einen Netto-Null-Pfad ausgerichtet oder unterliegen Engagement-Aktivitäten zur Erreichung eines künftigen Netto-Null-Pfads.

RisikomanagementÜbergeordnete Netto-Null-Ziele