Klimastrategie
Die Eindämmung des Klimawandels bildet einen zentralen Pfeiler der Nachhaltigkeitsstrategie der Graubündner Kantonalbank. In diesem Zusammenhang verfolgt die Bank das übergeordnete Ziel, bis 2050 Netto-Null zu erreichen. Sowohl der Bankrat als auch die Geschäftsleitung bekennen sich zu den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens. Um diese ambitionierten Ziele zu realisieren, werden Maßnahmen in fünf strategischen Themenbereichen umgesetzt:
- Messen:
THG-Emissionen und mit dem Klimawandel verbundene Chancen und Risiken sollen nach Best Practices gemessen werden. Dazu gehören auch Emissionen im Zusammenhang mit Finanzierungen und Anlagen. Als Basis dienen: GHG Protocol, PCAF, TCFD-Empfehlungen1. - Offenlegen:
Klimainformationen nach Best Practices offenlegen. Dies erfolgt in Übereinstimmung mit GRI-Standards und in Anlehnung an die TCFD-Empfehlungen. - Reduzieren:
THG-Emissionen sind konsequent zu reduzieren, wobei wissenschaftsbasierte Klimaziele entsprechende Absenkpfade aufzeigen sollen. Die Reduktion erfolgt nach wissenschaftsbasierten Zielen. - Kompensieren:
Verbleibende betriebliche Emissionen (Scope 1-3) durch den Kauf von CO2-Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten kompensieren, die den Gold Standard2 erfüllen. - Engagieren:
Die GKB engagiert sich in verschiedenen Initiativen für eine klimaverträgliche Schweiz, wie beispielsweise in der Klimastiftung Schweiz oder bei CEO4Climate.
1 Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD, jetzt organisiert unter dem ISSB) in ihrer 2021 veröffentlichten erweiterten Definition. TCFD ist ein Rahmenwerk, um das Geschäftsmodell hinsichtlich des Klimawandels in den Bereichen Governance, Strategie, Risikomanagement sowie Messgrössen und Ziele zu überprüfen. Das Regelwerk hat sich in den letzten Jahren zum unumstrittenen Best-Practice-Standard entwickelt.
2 Der Gold Standard ist ein unabhängiger Qualitätsstandard für Klimaschutzprojekte. Er wurde 2003 vom WWF und weiteren Umweltschutz-organisationen lanciert.
Die GKB beobachtet kontinuierlich die Entwicklung von Methoden und Daten zur Messung sowie Offenlegung von THG-Emissionen und erfasst dabei auch die damit verbundenen Chancen und Risiken des Klimawandels. Über eine fundierte Datenerhebung hinaus verpflichtet sich die Bank, ihre Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Detailiertere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt «Übergeordnete Netto-Null-Ziele» sowie im Abschnitt «Transitionsplan».
Die nachstehende Offenlegung basiert auf den folgenden Prozessschritten: Die Herleitung der klimabezogenen Chancen und Risiken wurde in einem ersten Schritt von der GKB vorwiegend qualitativ vorgenommen. Die qualitativen Einschätzungen wurden punktuell durch quantitative Erkenntnisse gestützt. In einem zweiten Schritt hat die GKB die Auswirkungen der Klimabelange auf den Ertrag, den Aufwand und die Vermögenswerte der GKB untersucht und daraus Schlussfolgerungen hinsichtlich eines allfälligen Anpassungsbedarfs der Strategie und des Geschäftsmodells gezogen. Diese Schlussfolgerungen wurden sodann im Sinne der Resilienz bei verschiedenen Verläufen des Klimawandels (Szenarien) überprüft. Dieser Klimabericht dokumentiert die aktuelle Einschätzung basierend auf dem Kenntnisstand vom 30. Juni 2024. Die Analyse der Klimabelange und ihrer Auswirkungen auf die GKB wird in den kommenden Jahren weiter vertieft und in der künftigen Berichterstattung berücksichtigt.